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Auch Frank Lampard konnte Chelsea nach seiner Einwechslung nicht zum Sieg schießen © getty

Ein spätes Tor rettet die Blues im Achtelfinale gegen Birmingham, der Druck auf den Coach wächst. Arsenal verliert in Sunderland.

Von Ronald Maior

München - "Mourinho, Mourinho"-Gesänge, gellende Pfiffe und eine miserable Leistung - der FC Chelsea rutscht immer tiefer in die Krise.

Die Mannschaft des enorm unter Druck stehenden Andre Villas-Boas verpasste gegen Birmingham City den Einzug ins Viertelfinale des FA-Cups und muss nun auf einen Befreiungsschlag im Rückspiel am 6. März hoffen.

Die Londoner kamen gegen den Zweitligisten nur zu einem enttäuschenden 1:1. (DATENCENTER: FA-Cup)

Noch schlechter lief es für Lokalrivale FC Arsenal. Die "Gunners" schieden durch das 0:2 beim FC Sunderland aus.

Die Quittung von den Tribünen

Die Zeiten an der Stamford Bridge werden immer rauer.

Nachdem Chelsea in der Tabelle der Premier League den Kontakt zur Spitze verloren hat, steht das Team nun auch im Pokalwettbewerb mit dem Rücken zur Wand (SERVICE: Der Tabellenrechner der Premier League).

Während Villas-Boas noch vor der Achtelfinal-Partie einen Schritt auf die Fans zuging und erklärte, diese hätten "eine Reaktion verdient", antworteten die Anhänger nach dem Remis auf ihre Weise.

Von den Tribünen hallten bereits zur Halbzeitpause "Jose Mourinho"-Gesänge und quittierten die desolate Vorstellung ihrer Mannschaft.

Mata scheitert vom Punkt

In den ersten 20 Minuten konnten die Gastgeber nicht eine einzige Torchance verzeichnen.

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Nur zwei Minuten nach dem Führungstreffer für Birmingham durch Murphy verpassten die Blues die Chance zur Wende.

Mata, mit fünf Treffern in der Liga noch einer von Chelseas besten Torjägern, scheiterte per Strafstoß kläglich an Keeper Colin Doyle (DATENCENTER: Premier League).

Daniel Sturridge sorgte mit seinem Ausgleichstreffer in der 62. Minute für den Endstand und zumindest dafür, dass sich Chelsea noch nicht aus dem FA-Cup verabschieden musste.

Erfolglose Änderungen

Für Villas-Boas erwies es sich als Bumerang, dass er einige Stammkräfte für das nächste Punktspiel gegen Manchester City schonen wollte.

Mit Gary Cahill, John Obi Mikel, Ramires und Ryan Bertrand listete der 34-Jährige vier Neue auf dem Spielberichtsbogen auf.

Der etatmäßige Kapitän John Terry stand auf Grund von anhaltenden Knieproblemen dagegen gar nicht erst im Kader.

Bezeichnenderweise stand der formschwache Fernando Torres in der Startelf, obwohl Didier Drogba ebenfalls einsatzbereit war.

Als Villas-Boas den Ivorer zur Halbzeit für den Spanier einwechselte und weitere 30 Minuten später Chelsea-Urgestein Frank Lampard für den agilen Mata brachte, kannte das Pfeifkonzert an der Stamford Bridge keine Grenzen mehr.

Arsenal schwach in Sunderland

Arsenal verspielte drei Tage nach dem deprimierenden 0:4 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Inter Mailand wohl die letzte Titelchance. In der Liga hat Arsenal 17 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Manchester City.

In Sunderland zeigte sich das Team von Arsene Wenger erneut schwach. Ohne den nach New York zurückgekehrten Thierry Henry fehlte den "Gunners" vor allem offensiv die Durschlagskraft.

Kieran Richardson (40.) erzielte noch vor dem Seitenwechsel den Führungstreffer. Alexander Oxlade-Chamberlain (77.) sorgte mit einem Eigentor für die Entscheidung.

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