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Frank Lampard absolvierte gegen Stoke sein 400. Pflichtspiel für Chelsea © getty

Chelsea und ManUnited feiern am 22. Spieltag späte Siege. Bei den Blues wird Lampard gefeiert. Ein Gerücht stört die Freude.

London - Michael Ballacks Rücken hat den FC Chelsea vor einem weiteren Rückschlag im Titelkampf der Premier League bewahrt.

Im Spiel gegen Aufsteiger Stoke City fälschte der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän einen Gewaltschuss von Frank Lampard in der vierten Minute der Nachspielzeit zum glücklichen 2:1 (0:0)-Erfolg der Blues ab.

Abramowitsch-Mitarbeiter in Dubai

Die Freude über den Sieg wurde bei den Londonern jedoch am Sonntag durch Berichte englischer Medien überschattet, wonach Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch den Klub offenbar verkaufen will.

Derzeit seien Mitarbeiter von Abramowitsch in Dubai und Saudi-Arabien unterwegs, um das Interesse an einer Übernahme des FC Chelsea zu wecken.

Das berichteten am Sonntag unter anderem die Online-Ausgaben von "The Sunday Times" und "The Mirror".

Als Lampard mit seinem späten Tor gegen Stoke für den Sieg gesorgt hatte, hatte Abramowitsch seinen Platz auf der Tribüne bereits verlassen.

Lobeshymnen auf Lampard

Beim umstrittenen Teammanager Luiz Felipe Scolari sorgte der Erfolg derweil für Erleichterung.

"Vor der Partie stand ich unter Druck, jetzt nicht mehr", erklärte der Brasilianer lapidar und schloss sich lieber den Lobeshymnen über Matchwinner und Jubilar Lampard an: "Frank ist nicht nur einer Spieler. Er ist ein richtiger Kerl, der seinen Job liebt. Er ist Teil der Geschichte dieses Klubs."

Nach Lampards Siegtreffer im 400. Pflichtspiel für das Team von der Stamford Bridge bedankte sich das Boulvardblatt "The Sun" auf seine Weise bei dem Nationalspieler: "Frank you!"

Scolari stichelt gegen Spieler

Nach dem knappen Sieg gegen Stoke nutzte Scolari den Hype um Lampard für eine Generalabrechung mit einigen Stars.

"Manche geben 80 Prozent, andere aber nur 50 oder 35 Prozent. Frank gibt dir das, was du erwartest. Er will jeden Tag spielen und siegen. Wenn alle so eine Einstellung hätten, wären wir besser", kritisierte Big Phil Teile seiner Mannschaft.

Drogba wieder nicht im Kader

Bekanntester Sündenbock ist derzeit Didier Drogba. Der Torjäger von der Elfenbeinküste stand zum zweiten Mal in Folge nicht im Kader des Vizemeisters.

"Ich habe nichts gegen Didier. Fakt ist, dass ich entscheide, wer spielt. Und nächste Woche werde ich wieder entscheiden, ob Drogba dabei ist oder eben wieder nicht", kündigte Scolari an und lässt weiter die Muskeln spielen.

Chelsea, das sechs Monate auf Nationalspieler Joe Cole (Kreuzbandriss) verzichten muss, liegt damit zwei Punkte hinter dem neuen Tabellenführer Manchester United (47 Punkte).

Berbatov köpft Manchester auf Platz eins

Für den Titelverteidiger, der ein Spiel weniger ausgetragen hat als Chelsea, reichte es am 22. Spieltag ebenfalls zu einem Last-Minute-Sieg. (zum Artikel: Späte Siege für ManUnited und Chelsea)

Dank des Kopfballtores des Ex-Leverkuseners Dimitar Berbatov (90.) feierte ManUnited beim 1:0 (0:0) im Auswärtsspiel bei den Bolton Wanderers den fünften Sieg in Folge und verdrängte zumindest bis zum Wochenbeginn den FC Liverpool (46 Zähler) von der Spitze.

Die Reds müssen am Montagabend zum 209. Merseyside-Derby gegen ihren Stadtrivalen FC Everton antreten. Hinter dem Spitzentrio festigte Aston Villa (44) seinen Rang durch einen Sieg beim FC Sunderland (2:1).

Ferguson: "Es fühlt sich gut an"

Manchester United fand derweil lange Zeit seinen Meister in Bolton-Keeper Jussi Jääskeläinen. Für die "Late Show" (The Sun) sorgte dann Berbatov per Kopf.

"Es ist sicher nicht entscheidend für den weiteren Verlauf der Runde, aber es fühlt sich sehr gut an, wieder ganz oben zu stehen", meinte Teammanager Sir Alex Ferguson, nachdem die "Red Devils" zum ersten Mal in der laufenden Runde Platz eins erobert hatten.

Arsenal hält den Anschluss

Als Fünfter hielt der FC Arsenal durch einen Erfolg bei Hull City (3:1) Anschluss an die Champions-League-Plätze.

Der FC Middlesbrough, Klub des deutschen Ex-Nationalspielers Robert Huth, verlor 0:3 bei West Bromwich Albion.

Tottenham bleibt im Keller

Im Tabellenkeller bleibt auch Tottenham Hotspur. Die Spurs kamen am Sonntag gegen den FC Portsmouth nur zu einem 1:1.

Mit 21 Punkten verbesserte sich Tottenham auf Platz 16, ist aber punktgleich mit Schlusslicht West Brom. Im Londoner Derby setzte sich West Ham mit 3:1 gegen Fulham durch.

ManCity siegt und hofft auf Kaka

Der Dreier von Manchester City gegen Wigan Athletic (1:0) war angesichts des bevorstehenden Mega-Transfers von Kaka zu den Citizens nur Nebensache.

"Die Ausichten, dass Kaka bis Ende des Monats zu uns wechselt, sind sehr gut", bestätigte City-Teammanager Mark Hughes am Wochenende erneut.

Manchester bietet 125 Millionen Euro für den Brasilianer vom AC Mailand, der mit einem Netto-Jahresgehalt von 15 Millionen Euro zu einem der am besten bezahlten Fußballer der Welt aufsteigen könnte. ManCity kletterte übrigens von Platz 15 auf Rang elf.

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