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Sir Alex Ferguson trainiert Manchester United seit November 1986 © getty

Der Teammanager von Manchester United zweifelt vor dem Viertrundenspiel gegen Tottenham eine alte Tradition des FA Cups an.

Von Martin van de Flierdt

München - Vor dem Top-Spiel der vierten Runde des FA Cups (ab 13.40 Uhr LIVESCORES ) gegen den Premier-League-Rivalen Tottenham Hotspur hat Manchester Uniteds Teammanager Sir Alex Ferguson mit seinem Vorstoß gegen die Regeln des ältesten Fußballwetttbewerbs der Welt für böses Blut in England gesorgt.

In Anbetracht der hohen Belastung in Meisterschaft und internationalen Wettbewerben hatte Ferguson bei der FA nachgehakt, ob im Pokal bei Unentschieden künftig nicht eine Verlängerung möglich wäre statt der aufwändigen Wiederholungsspiele.

"Nach meinen Informationen könnte ich heute noch eine Verlängerung für das Spiel gegen Tottenham beantragen", sagte Ferguson am Freitag und wehrte sich gegen den Vorwurf, den traditionsreichen FA Cup entweihen zu wollen:

"Es gibt diese Regel. Also ist es nicht unser Problem, sondern das der FA."

Ein Sprecher des Verbands entgegnete, die Beantragung einer Verlängerung sei in erster Linie für die Vorausscheidungen, nicht den Hauptwettbewerb gedacht.

Heskey vor Villa-Premiere

Abseits dieses Streits ist die vierte Pokalrunde, die am Freitag mit einem 1:1 zwischen den abstiegsbedrohten Zweitligisten Derby County und Nottingham Forest eröffnet wurde, auch aufgrund einiger Personalien interessant.

Denn beim Auswärtsauftritt von Aston Villa bei den Doncaster Rovers könnte Emile Heskey sein Debüt für Villa geben. Der Klub aus Birmingham hatte den englischen Nationalspieler am Freitag vom Premier-League-Rivalen Wigan Athletic für rund 3,7 Millionen Euro verpflichtet.

Gutes Timing

"Ich bin absolut begeistert", sagte Trainer Martin O?Neill, der Heskey schon in Leicester betreut hatte. "Emile kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und wird uns deutlich nach vorne bringen."

Wigan hat unterdessen schnell reagiert und den vakanten Platz im Angriff durch den Ägypter Mido besetzt. Der 25-Jährige, der auch schon für Ajax Amsterdam, Celta Vigo, AS Rom, Olympique Marseille und Tottenham aktiv war, wird bis zum Saisonende vom FC Middlesbrough ausgeliehen.

Wohl nur Zuschauer beim Pokalauftritt seines neuen Klubs Hull City gegen den FC Millwall wird Jimmy Bullard sein.

Rekordablöse für Bullard

Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler wurde für die neue Vereinsrekordablöse von 5,3 Millionen Euro vom Ligakonkurrenten FC Fulham verpflichtet. Er hat einen Vertrag bis 2013 bei den "Tigers" unterschrieben.

Bei Chelseas Heimauftritt gegen Ipswich stehen weniger die Personalien als vielmehr das Übernahmeinteresse von Scheich Sulaiman Al-Fahim im Blickpunkt (Chelsea bald in deutscher Hand?) .

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