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Savio Nsereko ging 2005 von 1860 München nach Italien © getty

Es ist eine Rekordablöse für die "Hammers". Der Deutsche aus der Serie B wird in London als Neuzugang vorgestellt. 1860 verdient dabei.

London - Der englische Traditionsklub West Ham United hat für den deutschen U19-Europameister Savio Nsereko seinen eigenen Transferrekord übertroffen. Wie britische Medien übereinstimmend berichten, wechselt der 19-Jährige aus Italien von Brescia Calcio nach London.

Dort sollte Nsereko, der bei der U-19-EM im vergangenen Jahr in Tschechien einer der entscheidenden Akteure im DFB-Dress gewesen war und zum Spieler des Turniers geehrt wurde, noch am Montag offiziell vorgestellt werden.

Die "Hammers" überweisen für den Offensivspieler angeblich elf Millionen Euro an den Serie-B-Klub - soviel hatte West Ham nie zuvor für einen Spieler ausgegeben.

Nsereko wäre damit sogar teurer als Nationalspieler Lukas Podolski, der im Sommer vom deutschen Rekordmeister FC Bayern für 10 Millionen Euro zurück zum 1. FC Köln geht. Der Youngster soll beim Europapokalsieger der Pokalsieger von 1965 den walisischen Nationalspieler Craig Bellamy ersetzen.

Ersatz für Bellamy

Der wiederum war in der vergangenen Woche zu Manchester City gewechselt - und 2007 für die damalige Rekordsumme von knapp elf Millionen Euro vom FC Liverpool zu WestHam gegangen. Nsereko hatte zwei Jahre zuvor als 16-Jähriger von 1860 München den Sprung nach Italien gewagt.

Unter dem damaligen Trainer Zdenek Zeman debütierte er am letzten Spieltag der Saison 2005/'06 in der Partie gegen Cosenza (2:4). Nserekos zweites Spiel folgte jedoch erst mehr als ein Jahr später, als er in Pisa nach 57 Minuten für Marco Zambelli eingewechselt wurde.

In der aktuellen Spielzeit schaffte Nsereko dann den Durchbruch, bestritt in der Hinrunde 17 Partien und erzielte dabei drei Tore.

Auch 1860 profitiert

Von seinem jetzigem Transfer profitieren auch die "Löwen": Für ihren einstigen Jugendspieler steht den Münchnern eine Ausbildungsentschädigung von rund 400.000 Euro zu.

Bei West Ham trifft Nsereko auf einen alten Bekannten: Der technische Direktor Gianluca Nani stand bis vor kurzem bei Brescia unter Vertrag und kennt die Qualitäten des in Uganda geborenen Angreifers bestens, der im U-19-EM-Finale gegen Italien jedoch fehlte, weil er im Halbfinale die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

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