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Marko Marin (l.) wechselte vor der Saison von Werder Bremen zum FC Chelsea © imago

Marko Marins Startelf-Premiere für Chelsea geht gegen den Tabellenletzten in die Hose. Ein Ex-Hoffenheimer soll Chelsea retten.

London - Es hätte die große Chance für Marko Marin sein können.

Doch das Startelf-Debüt für den FC Chelsea in einem Premier-League-Spiel verlief für den ehemaligen Bremer alles andere als nach Wunsch.

Bei der 0:1-Blamage am 21. Spieltag gegen die Queens Park Rangers (Bericht) stand Marin gegen den Londoner Stadtrivalen zwar in der Anfangsformation, konnte aber keine Werbung in eigener Sache betreiben - ganz im Gegenteil.

Nach einem rüden Foul gegen Stephane Mbia hätte sich der offenbar übermotivierte 23-Jährige nicht beschweren dürfen, wenn er bereits nach vier Minuten vom Platz geflogen wäre. ("Roarrr - Premier League Highlights": Fr., ab 23 Uhr im TV auf SPORT1)

"Millionen-Flop mit Horror-Angriff"

"Millionen-Flop Marin mit einem Horror-Angriff", schrieb die Zeitung "Daily Mail" über den 16-maligen Nationalspieler.

Das Massenblatt "The Sun" wertete das Foul als "schrecklichen Angriff". Obwohl Marin nur verwarnt wurde, war für den Ex-Bremer, der bislang nur einmal im Liga-Pokal bei Anpfiff auf dem Platz gestanden hatte, dennoch vorzeitig Schluss.

Schluss nach einer Stunde

Nach einer Stunde nahm Chelseas Teammanager Rafael Benitez den früheren Gladbacher, der für die geschonten die Offensivstars Juan Mata und Eden Hazard in die Anfangsformation gerutscht war, aus der Partie.

Knapp zwanzig Minuten später sorgte ausgerechnet der frühere Chelsea-Profi Shaun Wright-Philips (78.) für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste, die erst ihren zweiten Saisonsieg feierten.

Die Blues verpassten dagegen den Sprung auf den drittten Platz. Für einen Blick auf Spitzenreiter Manchester United brauchen die Londoner, die in der Champions League bereits in der Vorrunde ausgeschieden sind, angesichts von 14 Punkten Rückstand fast schon ein Fernglas. (DATENCENTER: Premier League)

Ba vor ganz großem Coup

Helfen, die Lücke wieder zu schließen, soll Demba Ba. Während Marins Karrierekurve trotz seines Wechsels zu Chelsea nach unten zeigt, steht der ehemaliger Hoffenheimer vor dem ganz großen Coup.

Als Ba vor exakt zwei Jahren mit einem Streik seinen Abschied von 1899 provozierte, konnte der Senegalese noch nicht ahnen, dass er auf diese Weise den Weg zum Champions-League-Gewinner eingeschlagen hat - und zum ganz großen Geld.

Für 92.000 Euro pro Woche soll der Stürmer mit seinen Toren dafür sorgen, dass sich der tief gefallene FC Chelsea künftig nicht mehr für Blamagen wie am Mittwoch beim 0:1 (0:0) gegen Schlusslicht Queens Park Rangers rechtfertigen muss.

Medizincheck steht noch aus

"Es ist beschlossen. Er geht mit unserer Erlaubnis zum FC Chelsea", sagte Newcastles Teammanager Alan Pardew, dessen Verein knapp neun Millionen Euro für Ba kassieren wird - falls der Torjäger den medizinischen Test bei den Londonern besteht.

"Er hat einen fantastischen Job für uns gemacht, aber jetzt herrscht Klarheit - und das ist gut so. Schließlich ist der Klub immer noch wichtiger als jeder Spieler", meinte Pardew.

Chelsea-Coach Benitez sehnt den Transfer bereits herbei.

Benitez hofft auf schnellen Vollzug

"Der Klub arbeitet an dem Wechsel. Ich hoffe, dass er noch vor dem Wochenende über die Bühne geht", sagte der Spanier: "Derzeit sind wir im Angriff zu dünn besetzt. Wenn wir noch einen Stürmer haben, haben wir mehr Möglichkeiten. Wir können mit zwei Angreifern spielen oder einem eine Pause gönnen."

Ba hatte von 2007 bis Januar 2011 für Hoffenheim in 67 Bundesliga-Spielen 25 Treffer erzielt, ehe er für 500.000 Euro zu West Ham United transferiert wurde. Dort erzielte der Stürmer sieben Tore in zwölf Spielen, stieg aber dennoch mit den Londonern ab und wechselte nach Newcastle.

Für United erzielte Ba in der vergangenen Saison 16 Tore, in der laufenden Spielzeit war er bereits 13 Mal erfolgreich.

Sturridge weg - Lampard zu Inter?

Den notwendigen Platz im Kader hat Chelsea bereits am Mittwoch geschaffen.

Der englische Nationalstürmer Daniel Sturridge, der beim Verein von Geldgeber Roman Abramowitsch nur Ergänzungsspieler war, wurde für 14,8 Millionen Euro an den FC Liverpool verkauft. ( 625018 DIASHOW: Internationaler Transfermarkt )

Auch Klub-Ikone Frank Lampard kann gehen, Inter Mailand soll bereits Interesse signalisiert haben.