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Michael Ballack bedauert den Abgang von Chelsea-Coach Scolari (r.) © imago

Nach dem Rauswurf von Chelsea-Coach Luiz Felipe Scolari sprach Sport1.de mit DFB-Kapitän Michael Ballack über die Situation.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Düsseldorf - Michael Ballack traf die Entlassung von Luiz Felipe Scolari wie aus heiterem Himmel.

Zwar hatte sich der 32-Jährige in einer prekären Situation vom FC Chelsea in Richtung deutsche Nationalmannschaft verabschiedet.

Doch dass das Fass bei den Verantwortlichen der Blues so schnell überlaufen würde, damit hatte Ballack nicht gerechnet.

Zwar beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Manchester United bereits sieben Punkte, dennoch hat Chelsea noch in allen Wettbewerben Titelchancen.(Ergebnisse und Tabelle)

Hiddink soll es richten

Nun soll Guus Hiddink den Klub von Roman Abramowitsch wieder zurück die Erfolgsspur bringen.

Der Holländer erklärte bereits seine Bereitschaft, zumindest bis Saisonende neben seinem Job als russischer Nationaltrainer auch in London auszuhelfen.

Noch ist aber nichts entschieden, weshalb sich Ballack im Gespräch mit Sport1.de bei der DFB-Auswahl im Düsseldorfer Hilton Hotel merklich zurückhält.

Dennoch macht der 89-fache Nationalspieler deutlich, dass er den bereits dritten Trainerwechsel in seiner Zeit bei Chelsea bedauert.

Sport1.de: War die Entlassung von Luiz Felipe Scolari für Sie eine Überraschung oder ein Schock?

Michael Ballack: So etwas ist immer unangenehm. Es ist schade, denn er war ja nicht lange bei uns. Natürlich war Kritik da und wir haben nicht die Ergebnisse erzielt, die wir uns alle gewünscht haben. Das ist jedoch nicht die Sache des Trainers, sondern die der Mannschaft.

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Sport1.de: Jose Mourinho hat Sie 2006 zu Chelsea geholt. Er wurde im September 2007 entlassen und mittlerweile mussten zwei weitere Trainer gehen. Stört Sie das nicht auch in Ihrer Arbeit?

Ballack: Nein, Mourinho war damals natürlich ausschlaggebend für meinen Wechsel zum FC Chelsea. Trotzdem ist Chelsea auch nach der Trennung von Mourinho ein Top-Klub in Europa. Das habe wir im vergangenen Jahr durch das Erreichen des Endspiels der Champions League bestätigt. Der Klub hat hohe Ansprüche, und die habe ich gesucht.

Sport1.de: Welche Ziele haben Sie noch?

Ballack: Ich will die Champions League gewinnen und international auf Spitzen-Niveau spielen, und das kann ich mit Chelsea. Letztes Jahr waren wir bis zum Schluss in der Premier League punktgleich mit Manchester United und haben im Endspiel unglücklich im Elfmeterschießen verloren.

Sport1.de: Guus Hiddink und Frank Rijkaard werden als mögliche Nachfolger genannt. Was sagen Sie zu den Kandidaten?

Ballack: Ich möchte keine Namen kommentieren oder mich an Spekulationen beteiligen.

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