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Guus Hiddink (l.) - mit Chelseas Präsident Bruce Buck - beginnt am Montag seinen Job © getty

Der FC Chelsea scheint durch den neuen Trainer beflügelt. Hiddink sucht bereits vor seinem Dienstantritt die Nähe zu den Spielern.

London - Guus Hiddink tritt seinen neuen Job als Teammanager des FC Chelsea offiziell erst am Montag an.

Doch schon am Samstag nahm der Niederländer die Fäden bei den Blues in die Hand.

Den 3:1-Zittersieg beim abstiegsbedrohten Zweitligisten FC Watford im FA-Cup-Achtelfinale verfolgte Hiddink in der Loge neben Klubboss Roman Abramowitsch, vor und nach dem Spiel suchte er das Gespräch mit Michael Ballack und Co. in der Kabine (zum Spielbericht: Nur Chelsea trotzt Remis-Festival).

In allen Fällen verfolgte Hiddink offensichtlich dasselbe Ziel: Vertrauen zu bilden.ad

Karriere-Ende nach WM 2010

"Er war über den Sieg begeistert und weiß, dass er eine wundervolle Gruppe an Spielern hat, mit der er zusammenarbeiten kann", sagte Interimstrainer Ray Wilkins.

Hiddink, der am kommenden Samstag im Premier-League-Spiel bei Aston Villa erstmals auf der Bank sitzen wird, überließ das Reden anderen.

Nur im "Sunday Mirror" meldete er sich zu Wort, ohne viel Konkretes zu sagen - mit einer Ausnahme: Seine Karriere will er nach der WM 2010 beenden und das Leben genießen.

Ob er wie angedacht nur bis zum Saisonende in Chelsea arbeiten und sich dann wieder ausschließlich um die russische Nationalmannschaft kümmern wird, ließ er offen. "Man weiß ja nie. Es gibt mehrere Szenarien. Entweder ich gehe einfach zurück, oder ich mache meine Sache gut, und wir werden dann sehen", sagte Hiddink.

Ziel: Champions-League-Qualifikation

Klub-Eigner Roman Abramowitsch habe die erneute Qualifikation für die Champions League als Ziel ausgegeben.

Hiddink bezeichnete dies als "große Herausforderung", aber mit Blick auf die Qualität des Kaders sei er zuversichtlich, das Ziel erreichen zu können.

Momentan belegen die Blues in der Premier League den vierten Platz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt.

Lampard hofft auf drei Titel

Selbstvertrauen hat das Team nach der Entlassung des glücklosen Luiz Felipe Scolari bereits wieder gesammelt.

"Die Premier League zu gewinnen ist erreichbar. Wir müssen nur so weitermachen. Wembley (das FA-Cup-Finale, Anm. d Red.) ist auch nicht mehr weit entfernt.sagte Mittelfeld-Star Frank Lampard.

"Und die wichtigen Spiele in der Champions League stehen noch bevor. Wir haben gute Chancen, an allen Fronten zu gewinnen."

Ballack macht unglückliche Figur

Die Leistung der Blues am Samstag war allerdings alles andere als meisterlich. Auch Michael Ballack gab in Watford eine unauffällige und in einem Fall auch unglückliche Figur ab.

In der 62. Minute schoss der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft den Ball aus drei Metern über das leere Tor.

Nach dem Führungstreffer der Gastgeber durch Tamas Priskin (69.) bewahrte dann Nicolas Anelka Chelsea mit einem Hattrick (75./77./90.+1) vor einer Blamage.

Manchester souverän weiter

Ganz anders als Chelsea trat am Sonntag Meister und Tabellenführer Manchester United auf, der mit einem klaren 4:1 bei Zweitligist Derby County souverän ins Viertelfinale einzog.

Ebenfalls am Sonntag folgte der FC Everton dem FC Chelsea ins Viertelfinale. Im Duell gegen den Premier-League-Dritten Aston Villa gewann Everton 3:1.

Kein Sieger im deutschen Duell

Das deutsche Duell zwischen Ex-Nationalspieler Robert Huth und Jungstar Savio Nsereko blieb unterdessen ohne Sieger.

Huth erreichte mit dem FC Middlesbrough ein 1:1 bei West Ham United mit U-19-Europameister Nsereko. Im fälligen Wiederholungsspiel hat "Boro" damit Heimrecht.

Drei weitere Achtelfinals müssen ebenfalls wiederholt werden.

Die Zweitligisten Swansea City (1:1 gegen den FC Fulham), Sheffield United (1:1 gegen Hull City) und Coventry City (2:2 bei den Blackburn Rovers) holten Unentschieden gegen Premier-League-Klubs.

James stellt Rekord auf

Am Samstag verbesserte der frühere Nationaltorhüter David James den Rekord für die meisten Premier-League-Spiele.

James stand am Samstag im Punktspiel des FC Portsmouth gegen seinen Ex-Klub Manchester City zum 536 Mal in der Startformation und übertraf die bisherige Bestmarke von Gary Speed (535) in der 1992 gegründeten Liga kam.

James, der 44 Länderspiele absolvierte, spielte in seiner inzwischen 20-jährigen Profi-Karriere unter anderem für den FC Liverpool, Aston Villa, West Ham United und ManCity.

Das Achtelfinale im FA-Cup:

Watford - Chelsea 1:3

Swansea - Fulham 1:1

Seffield United - Hull City 1:1

Blackburn Rovers - Coventry City 2:2

West Ham - Middlesbrough 1:1

FC Everton - Aston Villa 3:1

Derby County - Manchester United 1:4

Arsenal/Cardiff - Burnley (Arsenal - Cardiff 4:0)

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