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Das letzte Ligaduell gewann Citys Aguero (l.) gegen Mikels FC Chelsea © getty

Der FA-Cup als Seelentröster: Chelsea und Manchester City können durch einen Sieg im Pokal-Halbfinale doch noch für Wembley planen.

Von Denis de Haas

München/London - Das große Ziel ist ganz nah und dennoch unerreichbar.

Ein Finale im Wembley-Stadion sollte für Manchester City und den FC Chelsea zum Saisonhöhepunkt werden. Der Termin: 25. Mai. Die anvisierte Trophäe: Der Henkelpott für den Champions-League-Sieger. Doch der Traum ist für die beiden englischen Topklubs schon lange geplatzt.

Zu schwach präsentierte man sich in der Königsklasse, schied jeweils schon in der Vorrunde aus. Um den großen Coup kämpfen andere. Bayern München zum Beispiel. Oder Borussia Dortmund.

FA-Cup als Seelentröster

Manchester und Chelsea bleibt nur das Duell um eine Art Trostpreis. Beide Mannschaften stehen sich heute im Halbfinale des FA-Cups gegenüber (17 Uhr, live im TV und im Livestream bei SPORT1).

Nur dem Sieger winkt ein prestigeträchtiger Seelentröster. Der Termin: 11. Mai. Die anvisierte Trophäe: Der nationale Pokal. Der Finalort: Das Wembley-Stadion. Immerhin also.

Zumal der bereits feststehende Endspielgegner bezwingbar erscheint. Wigan Athletic setzte sich am Samstag im Duell der Außenseiter mit 2:0 beim FC Millwall durch. (DATENCENTER: FA-Cup)

City hofft auf Silva

Da Manchester United schon fast für die Meisterfeier in der Premier League planen kann, ist der FA-Cup gerade für City die letzte Chance auf einen Titelgewinn.

Trainer Roberto Mancini weiß, was auf dem Spiel steht. "Der Pokal ist für uns ein wichtiger Wettbewerb, den wir gewinnen wollen", sagte der Italiener und hofft auf die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen spanischen Welt- und Europameister David Silva: "Wer werden erst am Sonntag entscheiden, ob er spielen kann."

Fällt der Edeltechniker aus, würden die Siegchancen der Gastgeber schwinden. In dieser Saison hat City große Probleme, den Ausfall von Schlüsselspielern zu kompensieren. Zumal sich der Klub in der Sommerpause einige Transferflops leistete.

Derbysieg macht Mut

Wozu die Mannschaft in guten Momenten fähig ist, zeigte sie am vergangenen Montag. Da gewann City das Derby bei ManUnited 2:1. Sergio Aguero, der gerade seine Knieverletzung auskuriert hatte, erzielte das umubelte Siegtor.

Zu mehr als dem zweiten Tabellenplatz wird es aber wohl nicht mehr reichen. Chelsea muss als Tabellenvierter gar um die direkte Qualifikation für die Champions League bangen.

Die Londoner haben in der laufenden Saison aber immerhin noch zwei Titel im Visier: Neben dem FA-Cup auch die Europa League. Am Donnerstag setzte man sich dort gegen Rubin Kasan durch und zog in die Vorschlussrunde ein.

Benitez: Keine Experimente

Chelsea-Trainer Rafael Benitez schonte in Russland seine Stars Juan Mata und Eden Hazard, vertraute dafür auf den erst 18-jährigen Niederländer Nathan Ake. Gegen Manchester will der Spanier auf Experimente verzichten und kann auch wieder auf Demba Ba bauen.

Der Ex-Hoffenheimer hat seine Knöchelverletzung auskuriert. Ba hat in dieser Pokalsaison übrigens gute Erfahrung mit Manchester gemacht. Im FA-Cup-Viertelfinale erzielte der Senegalese beim 1:0 gegen ManUnited das Tor des Tages.

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