vergrößernverkleinern
Sergio Agüero (l.) trifft für Manchester City, Chelsea-Keeper Petr Cech ist geschlagen © getty

Der Titelverteidiger unterliegt Manchester City und muss nach dem Champions-League-Henkelpott den nächsten Pokal abschreiben.

London - Manchester City hat das Finale um den FA-Cup erreicht und peilt den sechsten Triumph im ältesten Klubwettbewerb der Welt an.

Die Citizens setzten sich am Sonntag im Halbfinale gegen Titelverteidiger und Champions-League-Sieger FC Chelsea mit 2:1 (1:0) durch und treffen am 11. Mai erneut im Wembley-Stadion auf Außenseiter Wigan Athletic (DATENCENTER: FA-Cup).

Der 2:0-Sieg Wigans gegen den zweitklassigen FC Millwall war am Samstag von schweren Krawallen im Millwall-Block überschattet worden.

Bas Treffer ist zu wenig für die Blues

Für Manchester erzielte Samir Nasri (35.) die Führung, kurz nach der Pause erhöhte Sergio Agüero (47.) auf 2:0.

Der frühere Hoffenheimer Demba Ba (66.) verkürzte für Chelsea, das nach dem frühen Aus in der Königsklasse zum zweiten Mal vorzeitig einen in der Vorsaison gewonnenen Titel abschreiben muss.

Nasri trifft zur Führung

City begann stärker und hatte früh die ersten Möglichkeiten. Agüero (4.) setzte einen Schuss ans Außennetz, wenig später scheiterte Carlos Tevez (10.) an Petr Cech.

Auch in den folgenden Minuten war der Meister deutlich spielbestimmend, Chelsea wartete tief in der eigenen Hälfte auf die Angriffe.

Erst in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit kamen die Blues besser ins Spiel, das Tor erzielte jedoch Nasri. Nach starker Vorarbeit von Yaya Toure und Agüero traf der Franzose zur verdienten Führung.

Seitfallzieher zum Anschlusstreffer

Nach der Pause führte gleich der erste Angriff zu Agüeros Treffer, der kleine Stürmer war per Kopf erfolgreich. Aus dem Nichts traf Ba per Seitfallzieher zum schmeichelhaften Anschlusstreffer, in der Folge wachte Chelsea auf.

Juan Mata (69.) scheiterte jedoch an Citys Costel Pantilimon, der im Pokal für Stammtorhüter Joe Hart zwischen den Pfosten steht. Chelsea-Verteidiger David Luiz (79.) setzte wenig später einen Freistoß knapp neben das Tor.

Schwere Ausschreitungen durch Millwall-Hooligans

Am Samstag waren in der Partie zwischen Wigan und Millwall die Hooligans des Zweitligisten brutal aufeinander losgegangen, erst durch den massiven Einsatz von Sicherheitskräften konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden.

"Millwall-Fans beschämen den Fußball und verwandeln Wembley in ein Blutbad", schrieb die englische Boulevardzeitung "The Sun". Der Verband FA leitete umgehend Ermittlungen zu den Vorfällen ein. Nach Polizeiangaben wurden elf Randalierer festgenommen.

"Es ist eine Schande"

"Es ist eine Schande", sagte Wigan-Boss Roberto Martinez: "Eine Minderheit hinterlässt diesen ekligen Geschmack."

Der FC Millwall kündigte an, die identifizierten Gewalttäter lebenslang von allen Partien des Vereins auszuschließen.

Shaun Maloney (25.) und Callum McManaman (78.) hatten die Treffer für Wigan erzielt und die erste Endspiel-Teilnahme des aktuellen Tabellen-18. der Premier League perfekt gemacht.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel