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Robin van Persie (u.) wechselte 2012 vom FC Arsenal zu Manchester United © imago

United sichert sich den 20. Titel, Ferguson verneigt sich vor dem überragenden van Persie. Jetzt soll Chelseas Rekord fallen.

Manchester/München - Das Old Trafford in Manchester trägt auch den ehrwürdigen Namen "Theatre of Dreams".

Diesem zuletzt leicht angestaubten Titel hat Robin van Persie mit einer großen One-Man-Show nun wieder etwas neuen Glanz verliehen.

Der niederländische Nationalstürmer erzielte beim 3:0 gegen Aston Villa alle Treffer in Form eines Hattricks in der ersten Halbzeit und sicherte Manchester United damit vier Spiele vor Saisonende den vorzeitigen Gewinn des 20. Meistertitels der Vereinsgeschichte (Bericht).

Und nicht nur das Publikum verneigte sich vor seinem Helden.

Ferguson: "Tor des Jahrtausends"

"Er hatte hier einen derartigen Einfluss, wie ich ihn mir größer überhaupt nicht vorstellen könnte", adelte ihn United-Trainer Sir Alex Ferguson.

Als "Tor des Jahrtausends" bezeichnete der Fußballlehrer gar van Persies Volley-Abnahme von der Strafraumgrenze zum zwischenzeitlichen 2:0: "Dieses Tor steht auf einer Stufe mit den ganz großen Treffern von David Beckham, Solkskjaer oder Cantona."

Ferguson lässt keinen Zweifel daran, wer in seinen Augen in dieser Saison den Unterschied bei United ausmacht: "Wir hatten Erwartungen an ihn - und seine Leistung in dieser Saison war unglaublich."

28 van-Persie-Treffer

Für knapp 29 Millionen Euro war van Persie vor dieser Saison vom FC Arsenal nach Manchester gewechselt. Mit 24 Treffern führt der 29-Jährige derzeit die Torjägerliste der Premier League an und hat nun den ersten englischen Meistertitel seiner Karriere sicher:

"Ich bin sehr glücklich, aber es ist komisch. Ich musste so lange auf diesen ersten Titel warten. Es ist ein großartiges Gefühl. Das ist ein fantastisches Team mit fantastischen Spielern", sagte van Persie.

Für Teammanager Ferguson war es in seiner mittlerweile 27-jährigen Amtszeit bei United bereits der 13. Meistertitel.

"Schaut mich an! Es hat mich zehn Jahre jünger gemacht", sagte der 71-Jährige, der mit seiner insgesamt 49. Trophäe als Klubtrainer nun auch seine eigene Legende weitergeschrieben hat.

Rooney erinnert an City-Trauma

"Dafür haben wir ein Jahr lang geschuftet", sagte Wayne Rooney und erinnerte im Moment des Triumphs noch einmal an die bittere Erfahrung beim Saisonfinale 2011/12.

Damals hatte United den Titel am letzten Spieltag und nach zwei Treffern in der Nachspielzeit an Lokalrivale Manchester City verloren.

"Nach dem, was letzte Saison passiert ist, wären viele andere Teams auseinandergebrochen", sagte Ferguson: "Aber nicht dieser Haufen. Dieser Klub gibt niemals auf."

United winkt Rekord

Der frisch gebackene Meister kann nun zudem noch für einen Rekord sorgen: Sollte United alle verbleibenden Saisonspiele gewinnen, stünden am Ende 96 Punkte zu Buche.

Die bisherige Rekordmarke liegt bei 95 Punkten, die der FC Chelsea 2005 unter dem damaligen Trainer Jose Mourinho aufgestellt hatte.

Als nächstes muss United auswärts beim FC Arsenal antreten.

Für Manchesters neuen Helden Robin van Persie eine Reise in die eigene Vergangenheit.

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