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Ben Watson (l.) köpfte Wigan Athletic zum ersten Titel der Vereinsgeschichte © getty

Der krasse Außenseiter blamiert in Wembley Manchester City nieder und gewinnt damit den ersten Titel der Vereinsgeschichte.

London - Wigan Athletic hat sich im 132. Finale des englischen FA Cup völlig überraschend den Titel gesichert.

Im Londoner Wembley-Stadion setzte sich der Außenseiter durch ein Kopfballtor von Ben Watson (90.) gegen den haushohen Favoriten und entthronten Meister Manchester City 1:0 (0:0) durch.

Für Wigan ist es der erste große Titel der 81-jährigen Vereinsgeschichte, zuvor hatte Athletic einzig zweimal die zweitklassige Football League Trophy gewonnen.

Zudem sind die "Latics" der erste Verein seit dem FC Wimbledon 1988, der sich den FA-Cup bei der ersten Finalteilnahme sicherte. Bereits vor dem Endspiel war Wigan für die Europa League qualifiziert.

Für Manchester endet eine enttäuschende Saison dagegen ohne Titel.

Wigan von Beginn an stark

Etwas überraschend waren die in der Liga stark abstiegsbedrohten "Latics" zu Beginn die bessere Mannschaft.

Der starke Callum McManaman vergab in der ersten Halbzeit die beiden besten Chancen des Teams aus der Nähe von Manchester, für City scheiterte Carlos Tevez aus aussichtsreicher Position.

Nach der Pause übernahm der Favorit bei Regen die Kontrolle, konnte sich allerdings nur wenige klare Chancen erspielen.

Zabaleta fliegt vom Platz

Nach der Gelb-Roten Karte gegen Manchesters Pablo Zabaleta wegen wiederholten Foulspiels (84.) musste City die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten.

Das gelang nur bis in die Nachspielzeit. Dann stieg Watsen nach einer Ecke von rechts am Fünfmeterraum hoch und nickten den Ball zum Sensationstriumph ins Netz.

Mancini vor dem Aus?

Für Teammanager Roberto Mancini dürfte es nach dieser Blamage immer enger werden.Die spanische Zeitung "AS" berichtet, dass in Manuel Pellegrini, Trainer des Erstligisten FC Malaga, bereits der Nachfolger des Italieners feststehen soll.

Demnach sollen die Citizens bereit sein, die in einer Ausstiegsklausel festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von vier Millionen Euro zu zahlen, um den Chilenen aus seinem bis zum 30. Juni 2015 datierten Vertrag herauszukaufen.

Pellegrini hatte in dieser Saison mit Malaga das Champions-League-Viertelfinale erreicht und war mit dem Klub denkbar knapp gegen Borussia Dortmund gescheitert.

Mancini, über dessen vorzeitigen Abschied aus Manchester immer wieder spekuliert worden war, sagte schon auf der Pressekonferenz vor dem Finale:: "Ich habe mit Inter sieben Titel in vier Jahren gewonnen, und sie haben mich nach vier Jahren rausgeschmissen. Ich kenne den Fußball gut genug, ich kann diese Situation einschätzen."

Der verpasste Titel wird seine Chancen auf einen Verbleib beim Scheich-Klub nicht erhöhen.

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