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In Newcastle für ManUnited wieder mit an Bord: Stürmerstar Wayne Rooney © getty

Nachdem Chelsea gegen Portsmouth vorgelegt hat, will ManUnited die Verfolger nun mit ausgeruhten Spielern auf Distanz halten.

London - Dank Didier Drogba und Peter Cech leben die Titelträume des FC Chelsea noch - Konkurrent Manchester United kann Michael Ballack und Co. jedoch schnell wieder eine Dosis Realität verabreichen.

Mit dem 1:0-Sieg gegen den FC Portsmouth (Drogba hält Chelsea im Rennen) haben die Blues den Rückstand zu Titelverteidiger ManUnited vorübergehend auf vier Punkte verkürzt.

Die "Red Devils" haben jedoch schon am Abend bei Newcastle United (ab 20.45 Uhr LIVESCORES) die Gelegenheit, den alten Abstand von sieben Zählern wiederherzustellen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Manchesters Trainer Sir Alex Ferguson sieht in der Begegnung den Ausgangspunkt der entscheidenden Wochen in der Premier League.

Zeit der Entscheidung bricht an

"Wir haben in der Vergangenheit die Meisterschaften im März und April verloren - oder sie gewonnen, indem wir fantastisch drauf waren", meint der Coach - und warnt seine Spieler, sich nicht auf dem recht sicher wirkenden Polster auszuruhen.

"Wenn man den Fuß vom Gaspedal nimmt, kann man einen heftigen Tritt zwischen die Zähne bekommen", formuliert er es bildhaft.

Nach dem Finalsieg im Carling Cup am Sonntag über Tottenham wird Ferguson in Newcastle wieder auf eine Reihe von Spielern zurückgreifen, die bei der Begegnung geschont wurden.

Dazu zählen Keeper Edwin van der Sar, Angreifer Dimitar Berbatov sowie die Mittelfeldspieler Michael Carrick, Park Ji-Sung und Darren Fletcher. Auch Wayne Rooney kehrt nach einer überstandenen Viruserkrankung in den Kader zurück.

Hiddink will Druck aufbauen

Chelsea-Coach Guus Hiddink hofft natürlich auf einen Ausrutscher des Konkurrenten, hält es aber auch so noch für möglich, dass sein Team United noch gefährden kann.

"Wir müssen einfach nur weiter gewinnen, dann wird der Druck auf Manchester United von Woche zu Woche größer. Für alle Verfolger ist es von Vorteil, wenn sich der Druck auf den Tabellenführer immer weiter erhöht", sagte der Niederländer.

Ballack schwärmt

Seit der Übernahme seines Interimsjobs bei Chelsea feierte Hiddink drei Siege in der Liga und zudem dank Drogba einen wichtigen Erfolg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Juventus Turin.

Die Arbeit von Hiddink hat auch bei Ballack in den vergangenen Wochen Eindruck hinterlassen.

"Er hat viel Charisma und ist eine große Persönlichkeit. Er braucht nicht viele Worte. Es ist nicht einfach, eine Mannschaft mitten in der Saison zu übernehmen, aber er hat uns sehr gut organisiert", sagte Ballack auf der Website der UEFA und fügte hinzu: "Wir haben viele Führungspersönlichkeiten auf dem Platz und konnten gute Ergebnisse einfahren, also ist er eine sehr gute Wahl."

Hiddink hält Titelgewinn für möglich

Hiddink, der im Sommer seine Mission bei Chelsea beenden und dann voraussichtlich von Frank Rijkaard beerbt werden wird, hält den Titelgewinn nach dem Lauf der letzten Wochen wieder für möglich.

Das Mittelfeld um Ballack und Frank Lampard agierte zuletzt zunehmend stabiler, Schlussmann Cech präsentierte sich gegen Portsmouth wieder in Weltklasseform und Drogba - am Dienstag Siegtorschütze - wirkt unter dem Niederländer Hiddink wie ausgewechselt.

"Didier hat in den vergangenen Spielen den entscheidenden Unterschied gemacht. Sein Tor war eine emotionale Explosion", lobt Hiddink.

Liverpool setzt auf direktes Duell

Der FC Liverpool plant nach seinem 2:0-Erfolg gegen den FC Sunderland am 14. März den Sturm auf Old Trafford, wenn das direkte Duell mit ManUnited auf dem Programm steht.

"Wir müssen dort unbedingt gewinnen, sonst wird es sehr schwer, noch einmal in das Titelrennen einzugreifen", meint Teammanager Rafael Benitez.

Aston Villa will Auswärtsserie fortsetzen

Der im Titelrennen abgeschlagene FC Arsenal seine Chancen auf die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League. Bei Schlusslicht West Bromwich Albion gewann Arsenal standesgemäß 3:1.

Am Abend jedoch kann Konkurrent Aston Villa - gegenwärtig Vierter mit drei Punkten Vorsprung und einem Spiel weniger als die "Gunners" - den Konkurrenten mit einem Sieg bei Manchester City auf Distanz halten.

Das Gesetz der Serie sprich für Villa: Die vergangenen sieben Auswärtsspiele in der Liga hat die Mannschaft von Trainer Martin O'Neill allesamt gewonnen.

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