Bernd Felden beleuchtet Mesut Özils erste Einsätze im Arsenal-Trikot. Der Nationalspieler soll eine lange Durststrecke beenden.

Hallo Premier-League-Freunde,

der Heilsbringer ist beim FC Arsenal angekommen.

Mit Mesut Özil soll es endlich klappen, die lange Durststrecke der titellosen Jahre zu beenden. Immerhin währt diese Zeit nun schon acht Jahre, drei Monate und 30 Tage. Jeder eingefleischte Arsenal-Fan wird vermutlich auch noch die dazugehörige Stunden-, Minuten- und Sekundenzahl kennen.

Normalerweise gestehen englische Fans ausländischen Spieler wenigstens eine Saison zur Eingewöhnung in der Premier League zu. Man muss sich ja schließlich erst mal der Spielweise und dem Tempo in der höchsten englischen Spielklasse anpassen.

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Bei Mesut Özil hofft man allerdings, dass das Ganze nicht so lange dauert. Also eher eine Woche, als eine Saison. Schließlich geht man bei einem Ausnahmespieler wie ihm davon aus, dass er in jeder Mannschaft dieser Welt sofort Fuß fassen kann.

Die Spielweise des FC Arsenal mit direktem Spiel und schnellen Leuten, die überfallartig in die Spitze stoßen, ist wie geschaffen für Ihn. Und der Anfang mit zwei Siegen ist gemacht.

Umso gespannter bin ich nun auf Özils Empfang bei seinem ersten Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Stoke.

Fest steht für mich jedenfalls schon jetzt: Diese Saison wird deutlich enger als die letzte. Vermeintliche Topfavoriten wie Chelsea, Manchester City und Manchester United haben ihren Teil hierzu bereits beigetragen, indem sie zum Saisonauftakt den einen oder anderen Punkt liegen ließen.

Die Startelf des FC Arsenal kann sich mit jedem Team dieser Welt messen. Nur in der Breite fehlt es den Londonern.

Was die Titelhoffnungen der "Gunners" in den Pokalwettbewerben betrifft, sollte Trainer Arsene Wenger seine Marschroute indes etwas überdenken.

Normalerweise setzt er sowohl im League Cup, als auch im prestigeträchtigen FA Cup sehr gerne auf die Jugend.

Gerade im FA Cup, dem ältesten Pokalwettbewerb der Welt, sollte Wenger künftig vielleicht lieber einen Mix aus jungen und erfahrenen Spielern ins Rennen schicken. Schließlich genießt dieser Pokal bei den Fans einen unglaublichen Stellenwert.

Und noch ein titelloses Jahr würden die Arsenal-Fans wohl nur schwer verkraften.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Bernd Felden

Bernd Felden ist leidenschaftlicher Anhänger der Premier League und lebt mittlerweile schon seit über 15 Jahren in der Nähe von London. Für SPORT1 analysiert er regelmäßig das Geschehen rund um die englische Liga.

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