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Mesut Özil wechselte am 2. September 2013 von Real Madrid zum FC Arsenal © getty

Der Neustar führt die Gunners auf Rang eins, ein zweiter Deutscher trifft. City gewinnt das Manchester-Derby.

München - Mit dem alles überragenden Vorbereiter Mesut Özil und Torschütze Per Mertesacker ist der FC Arsenal an die Spitze der Premier League gestürmt.

Beim starken Heimdebüt von 50-Millionen-Euro-Neuzugang Özil bezwangen die Gunners am 5. Spieltag der englischen Eliteklasse Stoke City unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw verdient mit 3:1 (2:1).

Erster Verfolger der Londoner ist Tottenham Hotspur, das durch ein 1:0 (0:0) bei Cardiff City nach Punkten mit dem Stadtrivalen gleichzog.

Manchester City bezwang den Lokalrivalen und Meister United im 166. Derby 4:1 (2:0) und ist Dritter. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auch Gnabry in Arsenals Startelf

Nach dem siebten Pflichtspielsieg hintereinander liegt Arsenal, neben Özil und Mertesacker auch mit U-19-Nationalspieler Serge Gnabry in der Startelf, mit zwölf Punkten dank der besseren Tordifferenz vor Tottenham und je zwei Zähler vor Manchester City, dem FC Chelsea und dem entthronten Spitzenreiter FC Liverpool auf Platz eins.

Im Emirates Stadium bereitete Özil vor 60.002 Zuschauern die beiden Treffer Arsenals in der ersten Halbzeit durch Aaron Ramsey (5.) und Mertesacker (36.) ebenso vor wie das 3:1 von Bacary Sagna (72.).

Mertesacker trifft und patzt

Mertesacker, der die Kapitänsbinde trug, war per Kopf nach einer Ecke Özils zur Stelle.

Beim zwischenzeitlichen 1:1 sah Mertesacker aber nicht gut aus:

Er ließ den früheren Bremer Marko Arnautovic laufen, nach dessen Schuss an den linken Pfosten Geoff Cameron den Ball ins Tor schob (26.).

Fans und Wenger feiern Özil

Bei der Führung für die Gunners konnte Stoke-Keeper Asmir Begovic einen Freistoß von Özil nur abklatschen, Ramsey verwertete eiskalt. Sagnas Tor per Kopf ging ebenfalls ein Freistoß von Özil voraus. In der 80. Minute wurde Özil unter Standing Ovations ausgewechselt.

"Wenn man sich die Zahlen anschaut: Das ist kein Zufall", sagte Arsene Wenger nach dem Spiel über Özils Assists: "Er hat gezeigt, dass er ein großer Spieler ist."

Ohnehin stellte Arsenals Coach seinem deutschen Trio ein gutes Zeugnis aus. "Per war überragend. Über das Klassespiel von Mesut muss man nicht viele Worte verlieren, und auch Serge hat für einen so jungen Spieler sehr gut gespielt", lobte der Franzose.

Podolski schickt Özil ins Heimdebüt

Özils Heimdebüt war von den titelhungrigen Arsenal-Fans geradezu herbeigesehnt worden.

Tausende erschienen in Trikots mit der Nummer 11, das Stadion-Magazin warb mit einem Poster des neuen Stars um Käufer.

Der verletzte Lukas Podolski war eigens in den Spielertunnel gekommen, um Özil mit einem Lächeln auf den Platz zu schicken.

Wengers Mahnen unnötig

Dabei hatte Wenger die Erwartungen noch etwas gedämpft.

Özil sei "physisch noch nicht auf Top-Niveau" und benötige noch Zeit, um sich an die spielerische Härte in der Liga anzupassen.

Doch der Spielmacher trumpfte gegen Robert Huth und Co. auf - nicht nur bei Standards. In der 63. Minute parierte Begovic einen Schuss des Regisseurs aus spitzem Winkel.

Rooney mit Ehrentreffer

City zeigte dem "großen" Nachbarn United und Neu-Trainer David Moyes in dessen ersten Manchester-Derby deutlich die Grenzen auf.

Kun Aguero (16. und 47.) mit einem Doppelpack sowie Yaya Toure und Samir Nasri sorgten für den Prestigeerfolg der Citizens und Platz drei.

Für United konnte Wayne Rooney drei Minuten vor dem Ende mit einem Freistoß nur verkürzen. Die Red Devils sind nur Achter.

Spurs: Holtby eingewechselt

Für Tottenham traf der brasilianische Neuzugang Paulinho in letzter Minute zum vierten Saisonsieg. Lewis Holtby wurde kurz zuvor für Christian Eriksen eingewechselt.

Bereits am Samstag hatte Bundestrainer Löw in London schon das 2: 0 (0:0) des FC Chelsea gegen den FC Fulham besucht und dabei einen guten Andre Schürrle gesehen. (Bericht)

Der Nationalspieler, beim 1:2 in der Champions League gegen den FC Basel nicht im Kader, war entscheidend am Führungstor durch Oscar (52.) beteiligt. John Obi Mikel machte den Dreier mit seinem ersten Treffer im 185. Premier-League-Spiel perfekt (84.).

Löw sieht auch Schürrle

Schürrle wurde ausgewechselt (79.), bei Fulham spielte Sascha Riether durch.

Chelsea hat nun wie Liverpool zehn Punkte auf dem Konto. Die Reds verloren Rang eins wegen des 0:1 (0:0) gegen den FC Southampton - ihrer ersten Saisonniederlage.

Beim Gegentor von Dejan Lovren (53.) habe seine Mannschaft "kriminell" schlecht verteidigt, schimpfte Liverpools Teammanager Brendan Rodgers.

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