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Hunderte Arsenal-Fans trafen sich vor dem Emirates Stadium zum Foto-Flashmob © getty

Die Gunners-Anhänger feiern den Mittelfeldregisseur mit einem Flashmob, der bedankt sich mit einem Assist-Dreierpack gegen Stoke.

Von Florian Pertsch und Bernd Felden

London/München - Das Emirates Stadium in London. Dutzende Arsenal Fans bringen sich vor der Arena in Position - alle mit der magischen Nummer 11 auf dem Rücken.

Flashmob für Mesut Özil, den Neuzugang der Gunners. Die Fans verbeugen sich vor dem deutschen Nationalspieler, der erst seit drei Wochen in der englischen Millionenmetropole die Fußballschuhe schnürt.

In den darauffolgenden 80 Minuten hob Özil die Verehrung der Arsenal-Anhänger auf ein neues Level. Beim 3:1-Sieg gegen Stoke City bereitete der Mittelfeldregisseur alle drei Tore vor, dass Publikum gutierte jede Standard-Situation des Ex-Madrilenen mit Standing Ovations (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Titel wieder ein Thema

Özil genoß den ersten Auftritt im neuen Wohnzimmer sichtlich. "Unfassbare Atmosphäre, ich liebe es", twitterte der 24-Jährige.

Das Selbstvertrauen ist zurück in Nord-London, die Meisterschaft in der Premier League ist wieder ein Thema. Die "Times" feiert Özils Waffenarsenal, beim "Mirror" wird der Deutsche zum Top-Thema gemacht. Die "Daily Mail" ließ sich zu der Schlagzeile "Der Zauberer von Özil" hinreißen.

Das Lob von Trainer Arsene Wenger durfte nach der Gala gegen Stoke natürlich auch nicht fehlen.

"Gute Spieler spielen gute Pässe. Schlechte Spieler spielen schlechte. Mesut ist ein großartiger Spieler. Seine Vorlagen passieren nicht einfach so, sie sind elementarer Bestandteil seines Spiels", lobte Wenger den 24-Jährigen.

Wenger sitzt auf dem Geld

Es ist auch eine Antwort auf die ausgiebige und teils sehr scharfe Kritik, die lange Zeit an der Transferpolitik des Franzosen geübt wurde.

Die Forderungen der Arsenal-Fans - "Spend some f..... money" blieben von Wenger lange unerhört. Der Elsässer blieb eisern, hielt die Transfereinnahmen unter Verschluss und wartete auf den großen Coup.

Dann ging alles ganz schnell: 50 Millionen Euro gezückt, Özil an der Angel, und die Welt der "Gunners"-Fans ist wieder rosarot.

Spitze in Richtung Fans

Jetzt steht Arsenal an der Tabellenspitze und Wenger konnte sich im "Mirror" eine kleine Spitze in Richtung Fans nicht verkneifen.

"Mein Job ist es, alle glücklich zu machen. Ich hoffe, das ist jetzt der Fall", stellte Wenger fest.

Özils Leistungsniveau sah er nach der Gala gegen Stoke aber noch nicht am Anschlag: "Wenn er voll in die Mannschaft integriert ist, wird er noch besser sein. Unsere Mannschaft sieht richtig gut aus."

Vier Assists in zwei Spielen

Insgesamt kommt der 24 Jahre alte Nationalspieler in zwei Premier-League-Spielen auf vier Assists, für Wenger alles andere als Zufall.

Neben Özil blüht auch Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker auf.

Mertesacker trifft gegen Stoke

Der Innenverteidiger und "Gunners"-Kapitän erzielte unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in der 36. Minute das 2:1 und machte seinen Stellungsfehler beim 1:1 durch Geoff Cameron wieder wett.

Auch der dritte Deutsche in Arsenals Startformation sorgte für Zufriedenheit bei Trainer Wenger.

Youngster Serge Gnabry rutschte kurzfristig für den angeschlagenen Theo Walcott in die Anfangself und schlug sich auf dem rechten Flügel wacker.

"Per war überragend und auch Serge hat für einen so jungen Spieler sehr gut gespielt", lobte Wenger die beiden Deutschen.

Für Löw könnte der Trip nach London zu einem von vielen in Zukunft werden.

Deutsche Legionäre Siegen

Mit Andre Schürrle bei Chelsea und Lewis Holtby bei Tottenham geben sich die deutschen Nationalspieler in der englischen Metropole die Klinke in die Hand.

Blues-Neuzugang Schürrle feierte am fünften Spieltag im Stadt-Derby gegen Fulham einen 2:0-Sieg und wurde in der 80. Minute für Frank Lampard ausgewechselt.

Holtby kam bei den Spurs in Cardiff zwar nur zu einem Kurzeinsatz, war aber maßgeblich am 1:0-Erfolg in Wales beteiligt. Der Ex-Schalker leitete den Angriff zum Siegtreffer durch Paulinho in der Nachspielzeit ein.

Durch den vierten Sieg im fünften Spiel liegt Tottenham punktgleich mit Arsenal an der Spitze der Premier League.

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