Bernd Felden beschreibt die aktuelle Gemütslage beim FC Chelsea. Dem Duell zwischen Holtby und Schürrle begegnet er mit Skepsis.

Hallo Premier-League-Freunde,

wie in der Bundesliga, sind auch in der Premier League bereits die ersten Trainer in den Mittelpunkt gerückt.

Und die erste Entlassung gab es dabei auch schon. Die war allerdings kurios.

Ein Spieleraufstand in noch nie dagewesenem Umfang führte zum Rauswurf des extravaganten Paolo Di Canio, der sich einst selbst als Faschist bezeichnete.

Eine Wutrede des Trainers von Sunderland nach der bitteren 0:3-Niederlage gegen West Bromwich endete in einer heftigen - es war nicht die erste - Auseinandersetzung zwischen ihm und etlichen Spielern.

Anschließend wurden die Spieler bei der Vorstandschefin vorstellig und erklärten, dass sie nicht mehr unter Di Canio spielen würden. Der Rest ist Geschichte.

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Und auch andere Trainer rückten in den Mittelpunkt.

Von den Fans des FC Chelsea beispielsweise waren nach den zuletzt wenig überzeugenden Leistungen bereits erste kritische Worte hinter vorgehaltener Hand über Jose Mourinho zu vernehmen.

Kritik an "The Special One"!? Solch eine Majestätsbeleidigung wäre während seiner ersten Amtszeit an der Stamford Bridge undenkbar gewesen.

Auch David Moyes stellt fest, wie schwierig es ist, in die riesigen Fußstapfen des übergroßen Sir Alex Ferguson zu treten.

Zugegebenermaßen hatte es das Auftaktprogramm von Manchester United ganz schön in sich, aber die herbe 1:4-Schlappe im Derby gegen Manchester City ist für alle Fans der "Red Devils" nur schwer zu verdauen.

Da sich die Zeiten geändert haben, und das Verfallsdatum bei Trainern leider immer kürzer wird, bleibt Moyes nur zu wünschen, dass sich die Verantwortlichen bei United daran erinnern, dass auch die so unglaublich erfolgreiche 27-jährige Amtszeit von Sir Alex eher stockend begann.

Man sollte Moyes auf jeden Fall Zeit geben, aus Fergusons Schatten herauszutreten, und seine eigenen Ideen und seinen eigenen Stil umzusetzen.

Heimlich, still und leise etablieren sich unterdessen die Spurs aus Tottenham in der Spitze der Liga. Am kommenden Samstag kommt es zum Showdown gegen ihren Londoner Rivalen Chelsea.

Bleibt nur zu hoffen, dass die sehr kleine Anzahl hirnverbrannter Chelsea-Fans beim Duell Holtby gegen Schürrle diesmal (und für immer) schweigt.

Die antisemitischen Gesänge, die bei jedem Aufeinandertreffen der beiden Klubs angestimmt werden, gehören ein für allemal beendet.

Wie gesagt, handelt es sich nur um ein paar wenige "Verwirrte". Aber einer ist schon einer zu viel.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Bernd Felden

Bernd Felden ist leidenschaftlicher Anhänger der Premier League und lebt mittlerweile schon seit über 15 Jahren in der Nähe von London. Für SPORT1 analysiert er regelmäßig das Geschehen rund um die englische Liga.

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