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Beim letzten Heimspiel siegten Rooney (r.) und Co. 3:0 gegen Xabi Alonso und Liverpool © imago

Bei Spitzenreiter ManUnited spielt Liverpool um seine letzte Chance auf den Titel. Wayne Rooney heizt den Showdown kräftig an.

Von Martin Hoffmann

München - Eigentlich ist er ja schon brisant genug, der Klassiker zwischen Englands erfolgreichsten Fußballteams.

Aber Wayne Rooney hat das Duell zwischen Manchester United und dem FC Liverpool (Sa., ab 13.30 Uhr LIVE) noch mal kräftig angeheizt.

"Ich bin sehr aufgeregt, denn ich bin als Everton-Fan (Lokalrivale Everton ist Liverpools Erzfeind, Anm. der Red.) aufgewachsen, der Liverpool gehasst hat - und das hat sich nicht geändert", ließ der United-Stürmer auf der Homepage seines Klubs wissen.

Zu lesen war die giftige Kampfansage aber nur zwei Stunden, ehe ManUnited sie entschärfte und den Hass-Teil aus der Aussage entfernte. Offenbar mag der Klub die Liverpooler nicht noch weiter anstacheln - so blendend aufgelegt wie sie gerade sind.

Europaweites Aufsehen

Mit dem 4:0-Triumph im Champions-League-Achtelfinale gegen Real Madrid hat die Mannschaft von Trainer Rafael Benitez für europaweites Aufsehen gesorgt (Liverpool obenauf) - dahinter verblasste auch Manchesters ebenfalls überzeugender 2:0-Erfolg gegen Inter Mailand (Manchester serviert Mourinho ab).

Und die Euphorie wollen die Reds natürlich für das Spitzenspiel im Old Trafford konservieren.

Sie müssen es auch, denn für Liverpool ist ein Sieg die letzte Chance, in der Premier League noch ins Titelrennen einzugreifen.

Liverpool müsste Rekordmeister-Krone teilen

Sieben Punkte liegt der Tabellendritte Liverpool aktuell hinter Spitzenreiter United zurück, ebenso wie der zweite Verfolger Chelsea. Allerdings hat Liverpool auch schon ein Spiel mehr absolviert als Manchester.

Ein Sieg wäre für die Mannschaft von Sir Alex Ferguson der 12. Ligatriumph in Folge und die 18. Meisterschaft wäre ihr kaum noch zu nehmen - womit Liverpool die Krone als Rekordmeister fortan teilen müsste.

Genau das will Liverpool, das selbst seit 1990 auf einen Meistertitel wartet, noch verhindern.

Strotzen vor Zuversicht

Und nach dem Husarenstück gegen Real 78704(DIASHOW: Bilder der Achtelfinals) strotzen die Reds auch vor Zuversicht. "Wenn wir so spielen wie gegen Real Madrid, wird es für jedes Team schwer uns zu schlagen", erklärt Mittelfeldmann Javier Mascherano.

Und Stürmer Dirk Kuyt ergänzt mit Blick auf United: "Wenn wir sie schlagen, wird das ein Signal sein - ein noch stärkeres als das, was wir gegen Madrid ausgesendet haben."

Magere Bilanz

Allerdings sieht Liverpools Bilanz im Old Trafford in der jüngeren Geschichte mager aus.

Seit April 2004, also seit bald fünf Jahren, hat es in der Liga keinen Sieg mehr bei United gegeben.

Benitez, der in den kommenden zwei Wochen seinen bis 2010 laufenden Vertrag bei Liverpool verlängern will, gibt dabei aber zu bedenken: "Ich will nicht jammern, aber Manchester und Chelsea haben das Geld, fünf Spieler für je 20 Millionen Pfund zu kaufen."

Und wenn zwei davon Flops wären, hätten sie immer noch drei Großkaliber: "Ich habe nur Geld für zwei."

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