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Cristiano Ronaldo erzielte in der laufenden Premier-League-Saison bislang 13 Tore © getty

Ein Vorstandsmitglied von Real äußert sich verräterisch. Der Transfer des Weltfußballers sei längst eingetütet.

Von Rainer Nachtwey und Thorsten Mesch

München ? Die unendliche Geschichte über des Tauziehens um Cristiano Ronaldo zwischen Manchester United und Real Madrid geht weiter.

Nachdem es in letzter Zeit ziemlich ruhig um den Weltfußballer von 2008 und dessen möglichen Transfer zum spanischen Rekordmeister geworden war, hat Reals Vorstandsmitglied Pedro Trapote für neue Spekulationen gesorgt.

"Wenn Sie mich fragen, wen wir holen werden, muss ich Ihnen sagen, dass wir bereits den besten Spieler ab dem Sommer unter Vertrag genommen haben", sagte Trapote zu einem Redakteur der spanischen Zeitung "El Mundo".

Auf Nachfrage des Journalisten konkretisierte Trapote: "Den Besten der Besten. Es ist Cristiano. Es gibt keinen anderen."

Trapote unterlief ein peinlicher Fehler, denn er verriet Interna, die noch gar nicht publik gemacht werden sollten. Es gebe noch "Klauseln, die uns von einer öffentlichen Erklärung abhalten", sagte der Geschäftsmann.

Laut einem Bericht des "Guardian" sollen sich ManUnited und Real Madrid bereits auf eine Rekord-Ablösesumme von 75 Millionen Pfund, etwa 82 Millionen Euro, geeinigt haben.

Noch Vertrag bis 2012

Cristiano Ronaldo hat in Manchester einen Vertrag bis 2012, doch es deutet einiges auf eine vorzeitige Trennung hin. Laut "Telegraph" soll es Hinweise dafür geben, dass schon zu Beginn der laufenden Spielzeit Gespräche zwischen beiden Vereinen stattfanden.

Im vergangenen September sollen Ronaldos Repräsentanten in Madrid mit Real-Verantwortlichen verhandelt haben. Ihre Botschaft: Der Portugiese wolle nicht über das Ende der laufenden Saison hinaus in Manchester bleiben.

Mittlerweile soll sich United dem Wunsch des Superstars und Madrids Interesse geöffnet haben. Dass Ramon Calderon nicht mehr Reals-Präsident ist, soll sich zudem positiv auf den Verhandlungsprozess ausgewirkt haben.

Calderon vergiftete das Klima

Calderons penetrantes Werben um Ronaldo hatte im Sommer für viel Wirbel gesorgt und die Verantwortlichen in Manchester verärgert.

Noch im Dezember hatte Uniteds Teammanager Sir Alex Ferguson erklärt, er werde Real Madrid "noch nicht einmal einen Virus verkaufen".

Die ständigen öffentlichen Spekulationen um Ronaldos Zukunft hätten den Transfer eher behindert, glaubt Ronaldos Onkel Fernao Sousa.

Gerede kontraproduktiv

"Der Fehler war, dass zuviel darüber gesprochen wurde", erklärte er kürzlich. Dieses Jahr hätte "kaum jemand etwas gesagt" und er sei "sicher, dass es dem Wechsel förderlich ist."

Ob Pedro Trapotes Worte förderlich waren oder Ronaldos Wechsel nach Madrid gar beschleunigen, das muss sich erst noch herausstellen.

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