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Nicht zu halten: Evertons Spieler starten die Party nach dem entscheidenden Elfmeter © getty

Der krasse Außenseiter triumphiert im Elfmeterschießen gegen den Meister und fordert den FC Chelsea im FA-Cup-Finale heraus.

London - Der krasse Außenseiter FC Everton hat den Traum von Manchester United von der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte beendet und steht zum 13. Mal im Finale um den FA-Cup.

Die Mannschaft aus Liverpool schaltete den Meister im Londoner Wembley-Stadion aus nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen mit 4:2 aus.

Entscheidender Schütze für den elfmaligen Pokalsieger war Phil Jagielka.

Zuvor hatten Dimitar Berbatov und Rio Ferdinand für ManUnited verschossen, Tim Cahill vergab den ersten Elfmeter für Everton.

Drogba lässt Chelsea jubeln

Im Finale am 30. Mai in Wembley treffen die "Toffees" auf den FC Chelsea.

Die Mannschaft von Michael Ballack zog dank Torjäger Didier Drogba ins Endspiel ein. Der Ivorer erzielte in der 84. Minute den Siegtreffer beim 2:1 (1:1)-Erfolg im ersten Halbfinale gegen den Londoner Lokalrivalen FC Arsenal.

Die "Gunners" waren in der 18. Minute durch Theo Walcott in Führung gegangen, der Franzose Florent Malouda hatte in der 33. Minute ausgeglichen.

Das Team von Trainer Guus Hiddink, das in der Meisterschaft als Dritter noch Titelchancen hat und wie Arsenal und Manchester United auch im Halbfinale der Champions League steht, greift nach seinem sechsten Pokal-Triumph.

Historischer Triumph

Zuletzt hatten die "Blues" diesen Wettbewerb 2007 im Endspiel gegen ManU gewonnen. Historisch-kurios: Gegen Arsenal war es der erste Erfolg im Cup-Wettbewerb seit 1947.

Arsenals Ersatztorhüter Lukasz Fabianski sorgte an seinem 24. Geburtstag schon nach vier Minuten für eine Schrecksekunde bei seinem Trainer Arsene Wenger und den "Gunners"-Fans:

Fabianski ganz schwach

Der Pole lief völlig unnötig weit aus seinem Tor heraus und kam gegen Didier Drogba zu spät. Kieran Gibbs klärte aber kurz vor der eigenen Torlinie.

So war es Arsenal, das in Führung ging, als Walcott per Volleyschuss traf. Chelsea-Keeper Petr Cech war ohne Abwehrchance, weil Ashley Cole den Ball mit der Hand noch unglücklich abfälschte.

Malouda glich aus, nachdem er nach einem langen Pass von Frank Lampard und einer Körpertäuschung im Strafraum frei zum Schuss kam.

Ballack spielt durch

Mittelfeld-Motor Lampard war es schließlich auch, der nach einer von Chelsea engagierter geführten zweiten Halbzeit, mit einem langen Pass Drogba auf die Reise schickte: Der Ivorer umkurvte Fabianski und schob den Ball ins leere Tor.

DFB-Kapitän Ballack spielte über 90 Minuten recht engagiert und kassierte eine Gelbe Karte.

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