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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Rafa Benitez (l.) und Sir Alex Ferguson liefern sich seit Monaten ein Verbalduell © getty

Manchester und Liverpool liefern sich ein Fernduell um die Meisterschaft, zwischen den Trainern tobt der "Krieg der Worte".

Von Thorsten Mesch

München - Während Manchester United und der FC Liverpool in der englischen Premier League im Fernduell um die Meisterschaft kämpfen, tobt zwischen den Teammanager beider Verein weiter der "Krieg der Worte".

Rafa Benitzes sei arrogant, schimpfte Manchesters Coach Sir Alex Ferguson.

Der Grund für Fergusons Ärger: Benitez hatte den FC Everton, der Manchester am Sonntag im Elfmeterschießen des FA-Cup-Halbfinales ausgeschaltet hatte, als "kleinen Klub" bezeichnet.

Zudem sorgte eine Gestes des Spaniers bei Liverpools 4:0-Sieg gegen die Blackburn Rovers am vorletzten Wochenende für Unmut bei Ferguson. Benitez habe nach dem 2:0 die Hände gekreuzt und so quasi "game over" signalisiert.

"Stop your war - now"

Liverpools Coach stritt die Vorwürfe ab, doch Ferguson bleib bei seiner Interpretation. "Ich habe meine Meinung dazu gesagt", sagte der Schotte am Montag.

Daraufhin stellte Richard Bevan, Chef der Trainervereinigung, den beiden Streithähnen ein Ultimatium. "Stop your war ? now", "beendet euren Krieg ? jetzt", beschrieb das Boulevardblatt "The Sun" Bevans Forderung.

Schon im Januar hatten sich Ferguson und Benitez einen verbalen Schlagabtausch geliefert.

Arsenal an der Anfield Road

Sportlich geht das Fernduell am Dienstagabend weiter.

Liverpool, das bei einem mehr ausgetragenen Spiel 70 Punkte und damit einen Zähler Rückstand auf den Tabellenführer aus Manchester hat, kann mit einem Sieg gegen den FC Arsenal (21 Uhr LIVESCORES) an United vorbeiziehen.

Fergusons Team müsste am Mittwoch im Heimspiel gegen Portsmouth nachlegen.

Chelsea im Nacken

Manchester und Liverpool sitzt der FC Chelsea (67) im Nacken. Drei Titel können die Londoner in dieser Saison gewinnen: Meisterschaft, Champions League und FA-Cup.

Dort stehen die Blues bereits im Finale gegen den FC Everton. Am Mittwoch (21 Uhr LIVESCORES) kommt es an der Stamford Bridge zur Generalprobe gegen die "Toffees."

"Wir kämpfen um jeden Sieg", sagt Chelseas Coach Guus Hiddink. Und um jeden Titel.

Arsenal schreibt Meisterschaft nicht ab

Auch Arsenal (61) hat die Meisterschaft noch nicht abgeschrieben.

"Wir können uns nicht damit zufrieden geben, den vierten Platz zu sichern", sagt Arsenals Teammanager Arsene Wenger vor dem Spiel an der Anfield Road.

"Wir wollen weiter nach oben und können den Rückstand auf Liverpool auf sechs Punkte verkürzen", erklärt Wenger. "Der dritte Platz ist wichtig, der zweite Platz ist wichtig ? und warum nicht Platz eins?", gibt sich der Franzose, der mit seiner Mannschaft noch gegen alle drei Top-Teams spielt, angriffslustig.

"Wollen schnell zurückschlagen"

Natürlich sei man enttäuscht über die 1:2-Niederlage im FA-Cup-Halbfinale gegen Chelsea, "aber wir wollen so schnell wie möglich zurückschlagen", kündigt Wenger an.

Bei diesem Vorhaben muss Arsenals Coach jedoch auf Emmanuel Adebayor verzichten. Der Top-Torjäger der Londoner fehlt in Liverpool wegen einer Oberschenkelverletzung.

Da auch Robin van Persie verletzungsbedingt fehlt, wird wohl der genesene Eduardo in den Angriff der "Gunners" rücken. Im Tor wird der Pole Lukasz Fabianski stehen, da Stammkeeper Manuel Almunia noch verletzt ausfällt.

Liverpool peilt sechs Siege an

Liverpool muss weiter auf Kapitän Steven Gerrard verzichten. "Es ist immer enttäuschend, wenn Stevie nicht dabei ist", meint Benitez auf der Internetseite des Vereins.

"Aber wir haben auch ohne ihn Spiele gewonnen."

Sechs Siege aus den verbleibenden sechs Spielen lautet die Vorgabe des Spaniers, und auch Mittelfeldstratege Xabi Alonso weiß: "Wir können uns keinen Fehler mehr erlauben."

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