vergrößernverkleinern
Liverpools Dirk Kuyt (l.) im Zweikampf mit Hulls Ian Ashbee © getty

Die Reds spielen um ihre wohl letzte Chance, Manchester United noch einzuholen. Der Spitzenreiter wiegt sich nicht in Sicherheit.

Von Martin Hoffmann

München - Aus dem Dreikampf um die Meisterschaft in England ist ein Zweikampf geworden - und der tritt in die entscheidende Phase.

Nachdem der FC Chelsea - am Samstag bei West Ham United zu Gast - sich aus dem Titelrennen faktisch verabschiedet hat (Chelsea schreibt den Titel ab), kann Liverpool dasselbe passieren, wenn es sich am Samstag einen weiteren Ausrutscher leistet.

Nach dem dramatischen 4:4 am Dienstag gegen den FC Arsenal ist für die Reds nun ein Auswärtssieg bei Hull City (Sa., 16 Uhr LIVESCORES) Pflicht, um den Anschluss an Spitzenreiter Manchester United nicht vollends zu verlieren.

Beim Titelverteidiger betont man vor dem Duell gegen Tottenham (Sa., 18.30 Uhr LIVESCORES) allerdings überdeutlich, dass er sich nicht in Sicherheit wiegen kann.

"Die Saison hat noch viele Dreh- und Wendepunkte", mahnt Manchesters Darren Fletcher.

Hoffnung nicht aufgegeben

Drei Punkte liegt United aktuell vor den "Red Devils" - mit noch einem Nachholspiel in der Hinterhand.

Es brauche schon "ein kleines Wunder", um den ersten Ligatitel seit 19 Jahren noch zu holen, hat Liverpools Dirk Kuyt schon erklärt.

Trainer Rafael Benitez hat die Hoffnung auf dieses Wunder aber noch nicht aufgegeben.

"United muss immer noch gegen Arsenal und Manchester City spielen", verweist der Spanier auf das durchaus noch tückische Restprogramm des Konkurrenten.

Zu Gast bei zahmen Hauskatzen

Liverpool selbst muss am Samstag in Hull eine Pflichtaufgabe erfüllen.

Die "Tigers" haben sich speziell zu Hause bislang als ziemlich zahme Hauskatzen präsentiert, sind mit 14 Punkten aus 16 Spielen das schwächste Heimteam der Liga.

Im Hinspiel hat Hull dem Favoriten allerdings ein 2:2 abgetrotzt. Und Liverpool muss weiter ohne Kapitän Steven Gerrard auskommen, dessen Leistenprobleme nicht auskuriert sind.

Gute Bilanz gegen die "Big Four"

Manchesters Gegner Tottenham hat soeben für Aufsehen gesorgt, indem er offen Interesse an den Diensten von David Beckham bekundet hat.

Auch ohne Beckham hat Tottenham sich gegen die großen Namen der Liga bislang gut geschlagen. Noch kein einziges Spiel gegen die "Big Four" United, Liverpool, Chelsea und Arsenal haben die "Spurs" verloren.

Nicht so ermutigend ist aber Tottenhams Bilanz in Manchester. Der letzte Sieg in der Liga datiert aus dem Jahr 1990 - der letzten Meistersaison Liverpools.

Ob das irgendein Omen ist, muss sich am Samstag zeigen.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel