Vom WM-Finale in die Kneipenliga: Schiedsrichter Howard Webb hat erstmals seit dem Endspiel der Weltmeisterschaft in Südafrika wieder ein Spiel geleitet.

Die Bühne war allerdings etwas kleiner als beim 1:0 Spaniens gegen die Niederlande, als weltweit 700 Millionen Fans ihr TV-Gerät eingeschaltet hatten. Die Partie zwischen dem Thrybergh Working Men's Club und Wickersley Social in der Grafschaft South Yorkshire verfolgten nur eine Handvoll Zuschauer - und ein Hund.

"Ich brauchte einfach ein gutes Spiel, um für meine Rückkehr in die Premier League am Samstag bereit zu sein", sagte Webb. Das Spiel fand just auf dem Platz in Rotherham statt, an dem Webbs Schiedsricherkarriere vor 18 Jahren begonnen hatte. `Das Spiel war richtig schwierig zu leiten, die Spiele der Premier League sind deutlich einfacher zu lesen", sagte er.

Webb hatte sich freiwillig gemeldet, das Pokalmatch zwischen den beiden Pub-Teams zu leiten. Der 39-Jährige beteiligte sich sogar eifrig an der Ballsuche, nachdem das Spielgerät nach einem missglückten Gewaltschuss im hohen Gras gelandet war. Während er im WM-Finale noch 14 Mal die Gelb gezückt hatte, ließ Webb die Karten beim 3:0 von Wickersley die Karten stecken.

Bei der Rückkehr zu den Wurzeln musste der freigestellte Polizeibeamte auch finanzielle Einbußen akzeptieren. Webb verdiente bei der WM insgesamt 36.000 Euro. In Rotherham waren es 24 Euro, die er umgehend für wohltätige Zwecke spendete.

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