Paul Scholes sagt goodbye: Nach 18 Jahren beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United gab der 36-Jährige sein Karriereende bekannt.

Scholes prägte ManUniteds goldene Ära maßgeblich und feierte mit den Red Devils unter anderem zwei Champions-League-Siege, zehn Meistertitel und drei FA-Cup-Triumphe.

Beim legendären Finalsieg in der Königsklasse gegen Bayern München 1999 (2:1) fehlte der Mittelfeldspieler allerdings - er war gelbgesperrt.

Am vergangenen Samstag bestritt der technisch versierte, 1,70 m kleine Rotschopf im Champions-League-Finale gegen den FC Barcelona sein 676. und letztes Spiel für United.

Er wurde in der 76. Minute eingewechselt und konnte die schmerzhafte 1:3-Niederlage nicht mehr verhindern.

Für Scholes überwiegt dennoch die Freude über seinen letzten Titel: "Dass ich Teil des Teams gewesen bin, das dem Klub den 19. Meistertitel beschert hat, macht mich sehr stolz", teilte Scholes auf der Webseite seines Klubs mit:

"Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber ich fühle einfach, dass jetzt der richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist."

Damit ist Ryan Giggs der letzte Spieler aus dem 99er-Kader, der noch immer für ManUnited spielt. Der 37 Jahre alte Waliser hat im Februar seinen Vertrag bis 2012 verlängert.

Mit der englischen Nationalmannschaft war Scholes nicht ansatzweise so erfolgreich wie mit United. Er erzielte in 66 Einsätzen für die Three Lions 14 Tore und nahm an jeweils zwei WM- und EM-Turnieren teil - und verfehlte einen Titel.

2008 wurde er in die "Hall of Fame" des englischen Fußballs aufgenommen. Dort ist Scholes neben zahlreichen Legenden wie Sir Bobby Charlton, George Best oder Gary Lineker in bester Gesellschaft.

In den vergangenen 18 Jahren erarbeitete und erspielte sich Scholes großen Respekt bei Teamkollegen, Gegenspielern und Trainern.

Spaniens Welt- und Europameister Xavi vom FC Barcelona lobte Scholes als `besten und komplettesten Fußballer der vergangenen 15 bis 20 Jahre".

Für seinen Trainer und Ziehvater Sir Alex Ferguson ist Scholes der "beste Spieler Englands". Und auch der 2005 verstorbene George Best sagte ein Jahr vor seinem Tod nach Scholes' Rücktritt aus der Nationalmannschaft: "England hat seinen besten Spieler verloren."

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