Der englische Traditionsklub West Ham United ist im Zusammenhang mit dem Zuschlag für seinen Umzug ins Londoner Olympia-Stadion nach den Sommerspielen 2012 in Korruptionsverdacht geraten.

Eine am vergangenen Freitag suspendierte Abteilungsleiterin der Olympiapark-Gesellschaft OPLC stand laut einem Bericht der "Sunday Times" auch auf West Hams Gehaltsliste und unterhält außerdem eine Bezeihung zu Vereins-Direktor Ian Tompkins.

Premier-League-Abstieger West Ham bestritt am Sonntag einen Zusammenhang zwischen der mit 22.000 Euro honorierten Nebentätigkeit von OPLC-Managerin Dionne Knight und der erfolgreichen Bewerbung des Klubs um die Nutzungsrechte für die neue 580-Millionen-Arena im Londoner Stadtteil Startford.

Knight habe den Klub, der im vergangenen Februar von der OPLC einstimmig zum künftigen Heimverein im Olympiastadion ernannt worden ist, lediglich in Bezug auf Fragen der Stadionnutzung nach den Spielen beraten.

Die "Sunday Times" hingegen berief sich in ihrem Bericht auf Erkenntnisse von Privatermittlern, die West Hams Konkurrent Tottenham Hotspur wegen des Verdachts unlauterer Methoden der Hammers im Rennen um die Stadionnutzung engagiert hatte.

Die OPLC teilte mit, dass die staatliche Gesellschaft bis vor wenigen Tagen keinerlei Kenntnisse von Knights Verbindungen zu West Ham gehabt hätte.

Tottenham strebt nun eine Neuausschreibung der Nutzungsrechte an. Mit den Materialien der Privatermittler wollen die Spurs eine entsprechende Klage vor dem obersten Gerichtshof begründen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel