Der Nigerianer John Obi Mikel muss nicht mehr um seinen Vater bangen: Die Polizei befreite Michael Mikel am Montag aus den Händen seiner Entführer.

"Sechs Verdächtige wurden festgenommen - fünf Männer und eine Frau", sagte der Polizeidirektor der nigerianischen Stadt Kano. Lösegeld ist nach Angaben der Behörden nicht geflossen.

Zehn Tage lang hatten die Entführer den Vater des Mittelfeldspielers vom FC Chelsea in Kano festgehalten und zehn Millionen Naira (ca. 45.000 Euro) Lösegeld gefordert.

Mikel senior war nach der Arbeit in der Stadt Jos in Zentralnigeria nicht nach Hause gekommen. Tage später hatten die Behörden sein Auto gefunden.

"Sie haben mich in den Busch verschleppt, in eine abgelegene Gegend. Ich flehte sie an, doch sie haben mich gnadenlos geschlagen und mit ihren Stiefeln getreten", sagte Michael Mikel. Die Entführer waren offenbar in Militäruniformen gekleidet. "Sie stießen mich in ein Fahrzeug mit militärischen Tarnfarben und brausten mit hoher Geschwindigkeit davon", berichtete Mikel senior.

Es war nicht das erste Mal, dass ein Angehöriger eines englischen Premier-League-Spielers in Nigeria entführt wurde. Im Jahr 2008 war der Bruder des Everton-Profis Joseph Yabo gleichfalls gekidnappt worden.

John Obi Mikel hatte sich an die Öffentlichkeit gewandt und beim britischen TV-Sender "Sky Sports" gefleht: "Mein Vater ist ein alter Mann, der niemandem etwas getan hat. Bitte lasst ihn gehen!"

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