Nach dem Tod des walisischen Nationaltrainers Gary Speed machen sich Englands Profifußballer für eine verstärkte Depressionsberatung ehemaliger Spieler stark.

Die Spielergewerkschaft PFA hat sich für eine Auflagenerhöhung einer Broschüre ausgesprochen, die ehemaligen Fußballern bei der Bewältigung von Depressionen helfen soll.

Speed hatte sich am Wochenende in seiner Wohnung erhängt. Obwohl es keine Beweise gibt, dass Speed an Depressionen gelitten habe, beschloss die PFA, es sei der richtige Zeitpunkt die 36 Seiten starke Broschüre neu aufzulegen.

"Es hat in dieser Woche eine Welle der Emotion gegeben", sagte PFA-Chef Gordon Taylor.

Die Broschüre war zu Beginn der Saison als Reaktion auf den Tod des deutschen Nationaltorwarts Robert Enke und des englischen Torwarts Dale Roberts an die 4000 Mitglieder herausgegeben worden.

"Nach dem, was mit Gary passiert ist, haben wir uns entschieden, die Auflage zu erhöhen, damit die Menschen wissen, dass es ein Hilfssystem gibt", sagte Taylor.

Die Broschüre enthält Fallstudien zum Thema Depression von Autoren wie dem ehemaligen Nationalspieler Paul Gascoigne, Andy Cole sowie dem aktuellen Trainer von Celtic Glasgow Neil Lennon.

Unterdessen hat Speeds ehemaliger Verein Newcastle United bekannt gegeben, das Antlitz des ehemaligen Mittelfeldspielers der "Magpies" werde das Stadionheft zum Ligaspiel am Samstag gegen den FC Chelsea schmücken.

Vor dem Anpfiff soll die walisische Nationalhymne gesungen werden.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel