Ausgerechnet der Cousin von Kapitän Steven Gerrard hat dem FC Liverpool den ersten Titel seit sechs Jahren und das Ticket für die Europa League gesichert.

Abwehrspieler Anthony Gerrard von Zweitligist Cardiff City setzte im Final-Krimi des englischen Liga-Pokals den entscheidenden Elfmeter neben das Tor. Liverpool gewann im Elfmeterschießen mit 3: 2, nach 120 Minuten hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden.

Um den ersten Titel seit dem Gewinn des FA-Cups 2113 Tage zuvor mussten die bis vor kurzem noch als Rekordmeister geführten Reds somit bis zuletzt zittern. Der Außenseiter aus Wales führte im Wembley-Stadion durch Joe Mason (19.) bis zur 60. Minute, ehe Martin Skrtel Liverpool zumindest in die Verlängerung rettete.

Dort schoss der fünf Minuten zuvor eingewechselte Dirk Kuyt Liverpool in Führung (108.). Ben Turner glich für Cardiff, 1927 einziger walisischer Gewinner des FA-Cups, aber wieder aus. Im Elfmeterschießen vergaben insgesamt fünf Schützen, dabei für Liverpool auch der Cousin des späteren Pechvogels, Steven Gerrard.

Liverpool ist mit acht Siegen Rekordtitelträger im Liga-Pokal. Durch den erneuten Gewinn sicherten sich die Reds auch die erlösende Europacup-Teilnahme, als Siebter in der Liga hätte dies zum Zitterspiel werden können.

Cardiff scheiterte letztlich wie schon 2008 im Finale des FA-Cups knapp am Coup gegen einen Erstligisten, damals am FC Portsmouth (0:1).

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