Die Aktienkurse des Pay-TV-Senders "BSkyB" und des Telekommunkationsunternehmens BT sind nach Abschluss des 3,7-Milliarden-Euro-TV-Deals in der englischen Premier League für drei Jahre am Donnerstag unter Druck geraten.
"BSkyB" fiel zeitweise um 7,4 Prozent, BT um 2,8 Prozent.
Anscheinend hegen die Wertpapierbesitzer angesichts der Größenordnung des Vertrages und der Steigerung der Kosten um 70 Prozent gegenüber des bisherigen Kontraktes, der Ende kommender Saison ausläuft, Vorbehalte.
"Die Kosten sind höher als erwartet", sagte ein Analyst. Immerhin hat BSkyB mehr als 10 Millionen Kunden.
Der Chef der Premier League (EPL), Richard Scudamore, hatte am Mittwoch verkündet, dass die Live-Rechte an BSkyB und BT verkauft worden seien.
BSkyB zahlt allein 940 Millionen Euro für das Recht, künftig 116 Spiele pro Saison zeigen zu dürfen.
Damit muss das Unternehmen, an dem Medienmogul Rupert Murdoch beteiligt ist, 40 Prozent mehr aufbringen als bisher. Bislang ist der US-Sender ESPN zweiter Rechte-Inhaber.
Der TV-Vertrag in Deutschland ab 2013 war im April in Deutschland ebenfalls als Coup gefeiert worden und beschert der Deutschen Fußball Liga (DFL) für vier Jahre 2,512 Milliarden Euro.
Auch in England kommt BSkyB zum Zuge. BSkyB hat fünf von sieben möglichen Paketen ab der Saison 2013/2014 bis 2015/2016 erworben und darf 116 Spiele pro Saison live übertragen.
BT erwarb die Übertragungsrechte für 32 Begegnungen, hat allerdings in 18 von 38 Fällen das Erstzugriffsrecht.
Das Telekommunikations-Unternehmen will allein drei Milliarden Euro in den Ausbau der schnellen Glasfiberbreitbandnetze investieren. Zurzeit hat BT 700.000 Abonnenten.
