Eine Rückkehr von Rafael van der Vaart zum Hamburger SV wird immer unwahrscheinlicher.

Auch der neue Teammanager des niederländischen Nationalspielers, der Portugiese Andre Villas-Boas, geht von einem Verbleib van der Vaarts beim englischen Erstligisten Tottenham Hotspur aus.

"Ich zähle absolut auf ihn", sagte der Nachfolger von Harry Redknapp: "Es ist eine ganz andere Situation als bei Luka Modric. Der wird seit zwei Spielzeiten von verschiedenen Klubs gejagt. Die Entscheidung über seinen Wechsel trifft aber unser Vorsitzender."

Assistent von Villas-Boas bei den Spurs ist der ehemalige DFB-Trainer Steffen Freund.

Van der Vaart selbst hatte unter der Woche eigentlich alle Spekulationen über einen Wechsel beenden wollen und erklärt: "Ich werde wohl auch in der kommenden Saison für Tottenham spielen."

Trotzdem hatte Klaus Michael Kühne, Milliardär und Fan des Hamburger SV, anschließend seine Bereitschaft unterstrichen, dem HSV "eine maßgebliche Summe" für eine Verpflichtung des 29-Jährigen zur Verfügung zu stellen.

Auf die Medien-Offensive von Kühne reagierte der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV, Carl-Edgar Jarchow, mit Unverständnis.

"Wenn man uns vorwirft, wir seien nicht aktiv genug, kann ich das nicht nachvollziehen und werde ihm das so auch mitteilen", sagte Jarchow dem Hamburger Abendblatt. Zugleich verbat sich der HSV-Vorstand eine öffentliche Einmischung von Kühne.

"Ich weiß sein Engagement zu schätzen und genauso seine Fantreue. Aber wir lassen uns von niemandem zu etwas drängen und legen Wert auf unsere Eigenständigkeit", sagte Jarchow.

Der Kroate Modric steht nach Medienberichten bei Real Madrid, Manchester United, Paris St. Germain und dem FC Chelsea auf dem Einkaufszettel und könnte den Spurs bis zu 40 Millionen Euro Ablöse bescheren.

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