Sein umstrittener Auftritt im Gipfeltreffen des englischen Fußballs könnte für Schiedsrichter Mark Clattenburg noch ein übles Nachspiel haben: Premier-League-Spitzenreiter FC Chelsea hat nach der 2:3-Niederlage gegen Manchester United offiziell Beschwerde beim Verband FA eingelegt.
Die Blues werfen dem FIFA-Unparteiischen "unangemessene Wortwahl" gegenüber zwei Spielern vor. Laut "BBC" sollen die Äußerungen sogar rassistisch gewesen sein.
Clattenburg, der sich den Zorn der Chelsea-Fans durch die Platzverweise gegen Branislav Ivanovic (63./Rot) und Weltmeister Fernando Torres (68./Gelb-Rot) sowie das Übersehen einer Abseitsposition des Siegtorschützen Javier Hernandez (75.) zugezogen hatte, bekam nach dem Spiel Besuch des dunkelhäutigen Chelsea-Spielers John Obi Mikel in der Schiedsrichterkabine.
Während der 37 Jahre alte Clattenburg sich selbst nicht äußern wollte, kündigte die englische Schiedsrichtervereinigung PGMO an, die Vorwürfe mit "größter Ernsthaftigkeit" zu untersuchen. Clattenburg werde vollständig kooperieren.
