Liverpools Luis Suarez ist mal wieder negativ aufgefallen. Der Uruguayer biss in der 65. Minute im Premier-League-Spiel gegen den FC Chelsea Verteidiger Branislav Ivanovic in den Arm.

Schon 2010 fiel Suarez (damals Ajax Amsterdam) mit einer Biss-Attacke gegen Eindhovens Otman Bakkal aus dem Rahmen und wurde daraufhin "Der Kannibale von Ajax" getauft. Außerdem wurde er für sieben Partien gesperrt.

Eine ähnlich lange Sperre droht dem 26-Jährigen auch jetzt.

"Ich bin traurig über das, was passiert ist. Ich bitte Ivanovic und den gesamten Fußball für mein unverzeihliches Verhalten um Vergebung. Es tut mir so leid", schrieb Hitzkopf Suarez auf seinem Twitter-Profil.

"Dieses Verhalten ist eines Spielers, der das Trikot des FC Liverpool trägt, nicht würdig. Wir werden das Thema intern behandeln und warten auf eine Reaktion der FA", sagte Sportdirektor Ian Ayre.

Vom Verein wurde Suarez am Montag mit einer Geldstrafe in unbekannter Höhe belegt, der Angreifer will die Summe an die Hinterbliebenen der Opfer der Hillsborough-Katastrophe von 1989 spenden.

"Ich habe den Klub darum gebeten", sagte Suarez.

Sein Beiß-Angriff hat Suarez neben reichlich Kritik aber auch einen neuen Fan eingebracht.

Ausgerechnet Boxer Mike Tyson, der 1997 Evander Holyfield im Kampf einen Teil von dessen Ohr abgebissen hatte, folgt dem Fußballer seit dem Vorfall am Sonntag bei Twitter.

Ironie des Schicksals: In der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte Suarez den umjubelten 2:2-Ausgleich für Liverpool, der zugleich den Endstand darstellte.

In der 1. Halbzeit erzielte Oscar nach einem Eckball zunächst die Führung für die "Blues" (26.), ehe der zur Pause eingewechselte Daniel Sturridge gegen seinen Ex-Klub den Ausgleich schoss (52.).

Eden Hazard drehte die Partie jedoch umgehend per Elfmeter wieder für Chelsea (57.), ehe Suarez den Champions-League-Hoffnungen der Londoner einen herben Dämpfer verpasste.

Manchester City kann nach einer 1:3-Niederlage bei Tottenham Hotspur auch die letzten Hoffnungen auf den Meistertitel begraben. Samir Nasri brachte City zwar bereits in der fünften Minute in Führung.

In der Schlussphase drehten Clint Dempsey (75.), Jermain Defoe (79.) und Gareth Bale (82.) das Spiel jedoch noch zugunsten der Spurs. Lewis Holtby wurde in der 61. Minute eingewechselt und gab den Assist zu Defoes Tor.

Während ManCity fünf Spieltage vor Saisonende nun 13 Punkte hinter Lokalrivale United liegt, hat Tottenham als Fünfter zwei Punkte Rückstand auf den FC Arsenal, der Dritter ist.

ManUnited kann mit einem Sieg am Montag gegen Aston Villa (21 Uhr) den Meistertitel perfekt machen.

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