Mesut Özil ist bei seinem neuen Klub FC Arsenal am Donnerstagmittag ins Training eingestiegen. Die Gunners twitterten ein Foto von Özil mit seinem neuen Teamkollegen Per Mertesacker.

Der 24-Jährige, der für die Ablöse von 50 Millionen Euro von Real Madrid nach London gewechselt war, könnte am Samstag im Auswärtsspiel beim Tabellenvorletzten FC Sunderland seinen Einstand feiern.

Nicht dabei sein wird Arsenals dritter deutscher Nationalspieler Lukas Podolski, der mit einer Oberschenkelverletzung noch länger ausfällt.

Özil freut sich auf die Herausforderung bei Arsenal: "Das hier ist einer der größten Clubs der Welt", sagte er bei der Pressekonferenz nach dem Training.

Und weiter: "Das Wichtigste für mich ist, dass ich hier Spaß habe. Wir haben einen Spielplan mit vielen Terminen in den nächsten Wochen. Darauf freue ich mich schon."

Arsenal-Trainer Arsene Wenger traut Özil die Rolle als Führungsspieler bei den "Gunners" zu: "Özil hat einen Spielstil, der sehr gut zu uns passt. Er hat alle Fähigkeiten, um ein Leader bei uns zu werden."

Derweil sieht Özils Vater Mustafa anscheinend Florentino Perez als Urheber einer rufschädigenden Kampagne gegen seinen Sohn und kündigt daher rechtliche Schritte gegen den Präsidenten des spanischen Rekordmeisters Real Madrid an.

"Mesut soll der Sündenbock sein. Und ich der gierige Vater, der nur auf das große Geld gewartet hat. Ein abgekartetes Spiel, ein mieses Geschäft. Wir werden uns juristisch wehren", sagte der Vater und Berater des deutschen Nationalspielers der "Bild"-Zeitung.

Er fügte hinzu: "Nur weil ein Mensch viel Geld verdient, ist er nicht automatisch ein Ehrenmann. Und Perez ist kein Ehrenmann."

Ursache der Aufregung sind fragwürdige Zitate in spanischen Medien. Nach Mesut Özils Transfer von Madrid zu den Gunners nach London wurde er von der Presse als unprofessioneller Frauenheld und Nachtschwärmer verunglimpft.

Die Tageszeitung "ABC" aus Madrid hatte Perez offensichtlich entsprechende rufschädigende Sätze in den Mund gelegt, die nach SPORT1-Informationen aber nicht von Perez stammen. Von wem die Zitate lanciert wurden, ist unklar.

Bei der Mitgliederversammlung am kommenden Mittwoch, hatte "ABC" geschrieben, wolle Perez den heftig kritisierten Verkauf des Fanlieblings folgendermaßen erklären:

Özil sei "kein guter Profi", er sei "von Frauen besessen", sei mit seinen Geliebten bis tief in die Nacht ausgegangen und habe nur vier Stunden pro Tag geschlafen.

"Wenn Mesut ein so unseriöses Leben geführt haben soll, wie es immer heißt, dann frage ich mich: Warum hat er dann immer gespielt? Mesut soll jetzt schlecht gemacht werden, weil die Fans und einige Mitspieler sauer sind über seinen Verkauf", sagte Mustafa Özil.

Er erklärte zudem, er wolle außerdem gegen einen Berater vorgehen, der in England "meine Unterschrift gefälscht hat unter einer Vollmacht, um Mesut in meinem Namen anzubieten. Wir haben juristische Schritte gegen diesen Menschen eingeleitet. Das ziehen wir durch."

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