Khedira wehrt sich gegen Mourinho-Attacke
Von Daniel Rathjen
München - Beim Punktspielauftakt saßen sie auf der Bank.
Der Start bei Real Madrid hätte für Sami Khedira und Mesut Özil schöner sein können.
Die beiden Neuzugänge müssen sich erst noch ins Ensemble der "Königlichen" integrieren (PRIMERA DIVISION: Ergebnisse und Tabelle).
"Ich kann nicht mein Spiel, das ich fast 20 Jahre lang gespielt habe, innerhalb von drei Wochen umstellen", sagt Khedira.
Dennoch wähnt er sich "auf einem guten Weg". Mittlerweile wohnt er nicht mehr im Hotel, sondern in einem Haus außerhalb von Madrid, so heißt es im "kicker".
"Ich bin von meinen Qualitäten überzeugt. Ich weiß, dass ich mich beim besten Klub der Welt mit dem besten Trainer der Welt durchsetzen kann", stellt der 23-Jährige klar.
Einen ersten öffentlichen Tadel des Coaches mussten er und Özil jedoch schon verkraften.
Khedira kontert
Ihr Spanisch sei schlecht, ihr Englisch kaum besser. Zudem steckten sie nur zusammen, kritisierte Mourinho.
Khediras Konter: "Mein Englisch ist akzeptabel, denke ich. Ich kann seine Anweisungen verstehen und mich mit den Mitspielern verständigen."
Auch sein Spanisch mache schon Fortschritte. Nach der Länderspielpause wird der Ex-Stuttgarter nach eigenen Aussagen dreimal pro Woche Unterricht nehmen.
"Es muss alles perfekt sein. Das ist mir und auch Mesut bewusst", beteuert er (DIASHOW: Özils Einstand für Madrid).
Khedira erklärt: "Es ist nicht so, dass wir isoliert sind. Wir lachen mit den anderen und haben Spaß mit ihnen, der Kontakt zu den Mitspielern ist gut."
Sauer auf Mourinho ist er nicht. Eher im Gegenteil: "Er ist eine große Persönlichkeit. Er gibt allen Spielern das Gefühl, dass sie wichtig sind."
"Er ist mit nichts zufrieden"
Er räumt aber gleichzeitig ein, dass "The Special One" mit nichts zufrieden ist und Real die bisher größte Herausforderung für ihn sei.
"Wenn man komplett auf sich alleine gestellt ist und vom ersten Testspiel an in den Medien kritisch beurteilt wird, dann kommen schon die Gedanken auf: Was mache ich eigentlich hier?", beschreibt der Mittelfeldspieler.
Er fügt an: "Man muss extrem stark sein, um das auszuhalten."
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