Perfekt: Capello coacht Russen
Moskau - Neue Herausforderung für Fabio Capello:
Der frühere Teammanager der englischem Nationalmannschaft ist neuer russischer Nationaltrainer.
Dies bestätigte der Vize-Präsident des russischen Verbandes RFU, Nikita Simonjan, am Montag.
"Ich bin glücklich. Wenn die Verhandlungen so positiv weitergehen, wovon ich ausgehe, wird es ein wunderbares Abenteuer. Denn Russland ist ein großartiges Land", sagte der renommierte Coach der italienischen Nachrichten-Agentur "ANSA".
Zehn Millionen Euro pro Jahr?
Vonseiten der RFU äußerte sich Simonjan: "Wir haben heute entschieden, dass Capello unser neuer Nationaltrainer wird. Wir erwarten ihn in naher Zukunft in Moskau, um die letzten Details zu klären und den Vertrag zu unterschreiben."
Angeblich soll der erfahrene italienische Fußballlehrer Capello sechs Millionen Euro per annum kassieren.
In Italien kursierten sogar Spekulationen, der Coach werde mit zehn Millionen Euro pro Jahr entlohnt.
Nachfolger von Advocaat
Bereits am Sonntag hatte die "Gazzetta dello Sport" berichtet, dass sich der 66-Jährige mit der RFU auf einen Zweijahresvertrag verständigt habe.
Capello tritt die Nachfolge des Niederländers Dick Advocaat, Ex-Coach von Borussia Mönchengladbach, an. Dieser wechselt zur PSV Eindhoven.
Bei der EURO 2012 in Polen und der Ukraine waren die Russen unter Advocaat in der Vorrunde überraschend gescheitert.
Arschawin bestätigt Einigung
Dass die Verhandlungen zwischen dem italienischen Fußballlehrer und dem russischen Verband zu einem positiven Ende geführt worden sind, hatte Sonntag bereits Andrej Arschawin, Kapitän der russischen Auswahl, bestätigt.
"Der neue russische Trainer ist bereits ernannt worden. Es ist Fabio Capello", schrieb Arschawin auf seiner Webseite. (DIASHOW: Transfermarkt international)
Er fügte an: "Wir wünschen ihm viel Erfolg in seiner neuen Position."
"Produktive" Gespräche
Am vergangenen Donnerstag hatte Capello in Moskau Gespräche mit Simonjan sowie mit dem russischen Sportminister Witali Mutko geführt.
Der RFU hatte am Freitag von "produktiven" Gesprächen mit dem Italiener berichtet und eine zeitnahe Entscheidung angekündigt.
Nach dem EM-Debakel war Verbands-Präsident Sergej Fursenko von seinem Posten zurückgetreten.