16 Millionen sollen Ronaldo besänftigen
Von Tobias Wiltschek
München/Madrid - Cristiano Ronaldo scheint sein Ziel erreicht zu haben.
Der Superstar von Real Madrid hatte bei seinem Anfall von Traurigkeit vor einigen Tagen zwar öffentlich bestritten, dass er mehr Geld wolle (BERICHT: Der traurige Ronaldo verspricht vollen Einsatz).
Doch die Verantwortlichen der "Königlichen" denken nun offenbar trotzdem, dass eine Gehaltserhöhung das beste Argument sei, den jammernden Portugiesen von einem Verbleib in Madrid zu überzeugen.
Treffen mit Perez und Mourinho
Wie die spanische Sportzeitung "As" berichtet, werden sich Präsident Florentino Perez und Trainer Jose Mourino nach der Länderspielpause am Mittwoch mit Ronaldo und dessen Berater Jorge Mendes zusammensetzen.
Bei dieser Gelegenheit werden die Real-Verantwortlichen angeblich ihrem Stürmer eine Erhöhung seiner Bezüge auf jährlich 16 Millionen Euro anbieten - netto. Der Deal soll schon in Kürze über die Bühne gehen.
City bestreitet Interesse
Bislang erhält Ronaldo, der in der WM-Qualifikation beim mageren 2:1-Sieg in Luxemburg den Ausgleich für die Portugiesen erzielte, "nur" rund zehn Millionen Euro pro Jahr.
Prompt waren Gerüchte aufgekommen, wonach Manchester City einen Mega-Deal vorbereitet und den Weltfußballer des Jahres 2008 für sage und schreibe 200 Millionen Euro verpflichten will.
Wie britische Medien melden, bestreitet der englische Meister diese Berichte jedoch heftig. Ronaldo selbst benutze die "Citizens", um seine Position in den Verhandlungen mit Real zu stärken.
Spekulationen um Rückkehr
Auch die Spekulationen, wonach "CR7" wieder zu Alex Ferguson und Manchester United zurückkehren könnte, reißen nicht ab.
"Der Trainer hat klargestellt, dass Ronaldo nur nach Old Trafford wechselt, wenn er Madrid je verlassen sollte", zitiert der "Daily Mirror" einen anonymen United-Insider.
Mit diesem Transfer würde Manchester United demonstrieren, dass der Klub auch weiterhin um die Gunst der größten Fußballer konkurrieren könne, heißt es weiter.
Es wird aber spekuliert, dass United nicht weniger als 125 Millionen Euro für die Rückkehr des verlorenen Sohnes zahlen müsste - gemessen an der vertraglich festgelegten Ablösesumme von einer Milliarde Euro immer noch ein Schnäppchen.
Ex-Spieler zu Besuch in Madrid
Definitiv vom Tisch ist derzeit dagegen ein Abenteuer in der kaukasischen Unruhe-Provinz Dagestan. Roberto Carlos, der bis 2007 bei Real spielte und mittlerweile Manager bei Anschi Machatschkala ist, hat ein Interesse seines Klubs am Flügelstürmer bestritten.
"Viele Menschen fragen mich, ob ich wegen Cristiano hier sei. Das ist aber nicht der Fall", sagte der ehemalige brasilianische Nationalspieler bei einem Besuch in Madrid.
Die Probleme zwischen Real und Ronaldo würden sicherlich bald gelöst sein.
Wichtiger Bestandteil dieser Lösung könnten die 16 Millionen Euro im Jahr sein, die Ronaldo winken.