Reals Plan: Ronaldo auf Lebenszeit in Madrid
Von Thorsten Mesch
München - Real Madrid will Cristiano Ronaldo unbedingt halten. Und das ein Leben lang. Koste es, was es wolle - oder genauer ausgedrückt: koste es, was er will.
Die "Marca" berichtet am Dienstag, dass Real-Präsident Florentino Perez die Vertragsverlängerung mit seinem portugiesischen Superstar so schnell wie möglich über die Bühne bringen will.
Nach Angaben der Madrider Sportzeitung ist Spaniens Rekordmeister fest entschlossen, Ronaldo ein finanziell äußerst lukratives Angebot zu machen.
Vertrag bis zum Karriereende?
Demnach will Real dem Flügelstürmer einen Kontrakt bis zum Ende seiner Karriere anbieten.
Zuvor hatte bereits das Konkurrenzblatt "As" geschrieben, dass Perez und Madrids Trainer Jose Mourinho sich nach der Länderspielpause am Mittwoch mit Ronaldo und dessen Berater Jorge Mendes zusammensetzen werden. ( BERICHT: 16 Millionen sollen Ronaldo besänftigen)
16 Millionen Euro im Gespräch
Real soll angeblich bereit sein, Ronaldos Gehalt von aktuell zehn Millionen Euro auf 16 Millionen im Jahr zu erhöhen.
Geld ist für Real Madrid bekanntermaßen kein Problem, wie man zuletzt auch beim Transfer von Luka Modric sehen konnte.
Der kroatische Nationalspieler war zur aktuellen Saison für etwa 30 Millionen von Tottenham Hotspur gekommen. Zuletzt wurde auch Michael Essien vom FC Chelsea ausgeliehen.
Konkurrenz für Özil und Khedira
Modric kämpft mit Mesut Özil um den Platz im zentralen offensiven Mittelfeld, Essien ist in der zentralen Defensive ein Konkurrent für Sami Khedira.
Angst um seinen Platz hat der deutsche Nationalspieler allerdings nicht.
"Fakt ist, dass wir in den vergangenen Jahren immer vier bis fünf klassische Sechser hatten. Diesmal sind es nur Xabi Alonso, Essien und ich", sagte Khedira im "kicker".
Khediras Ex-Konkurrent Lass Diarra wechselte Ende August zu Anschi Machatschkala nach Russland, Esteban Granero ging in die Premier League zu den Queens Park Rangers. (DIASHOW: Transfermarkt International)
Reihen haben sich gelichtet
Madrids Mittelfeld hat durch Modric und Essien an Klasse gewonnen, aber insgesamt haben sich die Reihen eher etwas gelichtet. Nuri Sahin wurde an den FC Liverpool ausgeliehen, Hamit Altintop wechselte in die Türkei zu Galatasaray Istanbul.
Fernando Gago und der schon seit einem Jahr ausgeliehene Sergio Canales wechselten zum FC Valencia.
Durch den Verkauf und das Ausleihen seiner Mittelfeldspieler hat Real quasi den Modric-Transfer finanziert - oder Geld eingenommen, das nun bald Ronaldo bekommt.