Sabotage hat in der spanischen Liga am Sonntagabend zur Absage des Stadtderbys zwischen Rayo Vallecano und Rekordmeister Real Madrid geführt.
Bislang unbekannte Personen schnitten nach Angaben von Vallecanos Präsident Raul Martin Presa mehrere Lichtkabel durch, das Stadion konnte nicht mehr ausreichend beleuchtet werden.
"Das war eine Attacke, ein neue Art von Terrorismus. Fußball-Terrorismus", sagte Presa. Die Eingänge zur Arena blieben für die Fans aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Auf einer Pressekonferenz präsentierte der Klub aus dem Madrider Stadtviertel Vallecas am Montag Fotos der angerichteten Schäden. "57 Kabel zur Flutlichtanlage einer Tribüne wurden durchtrennt, zwölf Sicherungskästen wurden beschädigt", sagte Klubmanager Luis Yanez. Versuche, den Schaden zu beheben, blieben erfolglos.
Die spanische Polizei bestätigte die Sabotage. "Wir waren schon am Sonntagabend vor Ort. Das war eindeutig mutwillige Beschädigung", teilten die Behörden mit.
Mit Fingerabdrücken und Videoaufnahmen versuche die Polizei nun, den Tätern auf die Spur zu kommen, die Sabotage sei "verachtenswert", sagte Cristina Cifuentes von der Bezirksregierung in Madrid: "Die Verantwortlichen müssen gefunden und bestraft werden."
Das Spiel wird am Montagabend nachgeholt, Spielbeginn ist 19.45 Uhr. Dies bestätigte der Generalsekretär des spanischen Fußball-Verbandes RFEF, Jorge Perez.
Die zweite Partie des Abends zwischen Deportivo La Coruna und dem FC Sevilla findet einer Viertelstunde später (21.45) statt.
Real um die beiden deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Sami Khedira steht in der Partie unter großem Erfolgsdruck. Aus den ersten vier Ligaspielen holte der Titelverteidiger nur einen Sieg und insgesamt vier Punkte.
