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Luis Figo (l.) spielt seit Juli 2005 bei Inter Mailand © getty

Mit großen Erwartungen startet am Samstag die Serie A in die Saison. Die Zurückhaltung der Mailänder Klubs ist verflogen.

Von Johannes Fischer

Es schien wie jedes Jahr: Aufgeregt kündigten die italienischen Gazetten in der Sommerpause immer größere Transfercoups an, die im Land des berüchtigten "calcio mercato" üblicherweise mehr mit Grimms Märchen zu tun haben als mit Fakten.

Dieses Jahr kam jedoch alles anders: Zwar ließ der FC Chelsea seinen Mittelfeldstar Frank Lampard nicht zu Inter Mailand ziehen - doch andere machten sich auf den Weg über die Alpen. Allen voran Lampards Ex-Trainer Jose Mourinho, der Inter Mailand endlich auch internationalen Glanz verleihen soll.

Der Portugiese löste Roberto Mancini ab, obwohl dieser erneut den Scudetto für die "Nerazzurri" holte - zu wenig für den Geschmack von Inter-Patron Massimo Moratti.

Dieser dankte dem Coach für seine Verdienste und drückte ihm die Papiere in die Hand. Auch die Inter-Fans weinen dem 43-Jährigen kaum eine Träne nach. Zu groß ist die Vorfreude und Spannung auf Exzentriker Mourinho, der zuvor Porto und Chelsea in die europäische Spitze geführt hatte.

"Wollen alle Titel"

"Wir wollen alle Titel holen die möglich sind, vor allem aber die Champions League", kündigt Alt-Star Luis Figo entsprechend selbstbewusst bei Sport1.de an. Den Franz-Beckenbauer-Cup, den Inter gegen den FC Bayern bereits in der Saisonvorbereitung gewonnen hatte, soll nur als Appetitanreger einer großen Saison dienen.

Sulley Ali Muntari (Portsmouth) und Amantino Mancini (AS Rom), vor allem aber Ricardo Quaresma sollen der Mannschaft einen Qualitätssprung bescheren. Mourinhos Landsmann wurde nach zähen Verhandlungen kurz vor Serie-A-Start vom FC Porto geholt.

Vierkampf an der Spitze

Trotz der selbsbewussten Töne des Titelverteidigers: Im Kampf um die Meisterschaft kündigt sich erneut ein Vierkampf an.

"Es sind die üblichen Verdächtigen, die den Scudetto unter sich ausmachen werden", glaubt Figo: "Neben unserem Team sind Milan, Juventus und Roma die stärksten Mannschaften".

Vor allem Lokalrivale AC Mailand hat nach der verpassten Champions-League-Teilnahme ordentlich nachgelegt und seinen Fans fünf hochkarätige Neuzugänge präsentiert. Matthieu Flamini und Philippe Senderos wurden vom FC Arsenal geholt und sollen, zusammen mit Gianluca Zambrotta, der aus Barcelona kommt, die anfällige Defensive der "Rossoneri" stärken.

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