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Luis Figo (l.) spielt seit Juli 2005 bei Inter Mailand © getty

Mit großen Erwartungen startet am Samstag die Serie A in die Saison. Doch die Spiele werden vorerst nur im Pay-TV gezeigt.

Von Johannes Fischer

Den Transfercoup schlechthin landete Milan jedoch mit Ronaldinho, der beim FC Barcelona nicht mehr erwünscht war und nun zusammen mit Landsmann Kaka und Rückkehrer Andriy Shevchenko den zuletzt vermissten Glanz zurückbringen soll.

Dementsprechend hoch ist der Erfolgsdruck für Trainer Carlo Ancelotti, der sich keine schwache Saison mehr leisten kann:

"Er hat nach den Transfers nun keine Entschuldigung mehr, wir müssen die Meisterschaft unbedingt gewinnen", fordert Milans Vize-Präsident Adriano Galliani.

Ein Wörtchen um die Meisterschaft wollen auch Juventus Turin und der AS Rom mitreden.

Rom Außenseiter

Drei Jahre nach dem Zwangsabstieg in die Serie B wegen des Manipulationsskandals geht vor allem die "alte Dame" erstmals wieder als einer der Titelfavoriten ins Rennen.

Der Brasilianer Amauri, der in der vergangenen Saison 15 Treffer für den US Palermo erzielte, gilt als größter Hoffnungsträger im Team von Ex-Bayern-Profi Hasan Salihamidzic.

Mit 22,8 Millionen Euro war der Angreifer der teuerste Transfer in der Sommerpause und stach damit sogar Ronaldinho aus, für den Milan 21 Millionen überweisen musste. Die Roma gilt zwar als Außenseiter, hat mit Julio Baptista (Real Madrid) aber hochkarätige Verstärkung im Mittelfeld bekommen.

Spiele nur im Pay-TV

Insgesamt investierten die 18 Erstligisten mehr als 400 Millionen Euro in neue Spieler, obwohl die Einnahmen aus dem Free-TV derzeit auf Eis liegen. Der Streit der Liga mit dem Staatssender RAI trübt demenprechend die Freude der Tifosi auf die neue Saison.

Die Auftaktspiele am Samstag zwischen Udinese Calcio und US Palermo sowie Sampdoria Genua und Inter Mailand werden erstmals in der Geschichte des italienischen Fußballs voraussichtlich nur im Pay-TV übertragen.

RAI knapp bei Kasse

"Der von der RAI gebotene Betrag ist nicht verhandelbar. In der vergangenen Saison haben wir noch 70 Millionen Euro bekommen, jetzt hat die RAI knapp 30 Millionen Euro geboten", erklärte AC Mailands Vize-Präsident Adriano Galliani.

Offenbar ist für den finanziell angeschlagenen TV-Sender der italienische Profifußball nicht mehr refinanzierbar. Zum Vergleich: Die ARD hatte für die Übertragung der Bundesliga-Spiele zuletzt knapp 100 Millionen Euro an die Deutsche Fußball Liga (DFL) überwiesen.

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