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Gigi Buffons Ex-Juve-Kollege Ciro Ferrara (l.) war 2006 Italiens Co-Trainer © imago

Der Ex-Profi Ciro Ferrara soll Juventus in die Champions League führen. Danach übernimmt ein neuer Trainer. Ein Star kehrt zurück.

Turin - Mit Jugendtrainer Ciro Ferrara will Juventus Turin die direkte Champions-League-Qualifikation schaffen und zumindest das Minimalziel erreichen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am Montag wurde Chefcoach Claudio Ranieri entlassen, nachdem Italiens Rekordmeister in der Serie A in den letzten fünf Spielen in Folge nur unentschieden gespielt hatte und der dritte Tabellenplatz in der Meisterschaft in Gefahr geraten war (Juventus entlässt Ranieri ).

Historische Trennung von Ranieri

Ranieri ist seit 40 Jahren der erste Juve-Coach, der vorzeitig gehen musste.

Er hatte im Juni 2007 den Trainerposten bei Juventus übernommen und in seinem ersten Jahr den dritten Tabellenplatz belegt.

Nur ein Punkt Vorsprung

Der Vorsprung der Turiner auf den schärfsten Verfolger AC Florenz beträgt nur ein Punkt. Ferrara steht somit mächtig unter Druck und hat wenig Zeit.

"Ich werde die Spieler auffordern, in den nächsten beiden Spielen zwei Erfolge zu schaffen. Die Spieler müssen ihren Stolz zurückfinden und wieder die richtige Motivation zeigen", sagte Ferrara.

Ferrara zurück zu Lippi

Der 42-jährige gewann als Verteidiger mit Juventus u.a. die Champions League, den Weltpokal und mehrere Meisterschaften.

Es gilt als beschlossene Sache, dass Ferrara nur bis zum 31. Mai im Amt bleibt.

Danach soll er Assistent von Nationaltrainer Marcello Lippi bei der Squadra Azzurra werden und mithelfen, den Weltmeister auf die WM 2010 in Südafrika vorzubereiten.

Schon beim Titelgewinn 2006 war Ferrara Lippis Co-Trainer.

Spalletti gilt als Favorit

In der nächsten Saison will Juventus angeblich wieder auf einen Trainer mit Erfahrung setzen.

Als erster Anwärter auf den Chefposten bei Juve gilt Luciano Spalletti, der noch beim AS Rom unter Vertrag steht.

Der 50-jährige will laut italienischen Medienberichten wegen Meinungsverschiedenheiten mit der Roma-Präsidentin Rosella Sensi seinen bis 2011 laufenden Vertrag vorzeitig auflösen.

Als weiterer Kandidat kommt für Juve der Trainer von FC Genua, Gian Piero Gasperini, infrage.

"Wir werden in aller Ruhe einen Beschluss über den Trainer fassen, nachdem wir den dritten Platz und den Einzug in die Champions League geschafft haben", erklärte Juve-Geschäftsführer Jean Claude Blanc.

Diego-Transfer weiter ungewiss

Unklar ist, ob der neue Trainer des an der Verpflichtung von Werder Bremens Diego ein ähnlich großes Interesse hat wie es Ranieri hatte.

Zuletzt galt es als sicher, dass Diego den deutschen Vize-Meister zum Saisonende verlässt und nach Turin wechselt.

"Immer noch offene Fragen"

"Es gibt immer noch offene Fragen, die man jetzt weiter vernünftig besprechen muss", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs zum Stand der Verhandlungen.

Beim anvisierten Transfer hakt es ganz offensichtlich an der Finanzierung der Beteiligung Diegos an der Ablösesumme, die bei 29 Millionen Euro liegen soll. Wer diese Summe übernimmt, ist nach wie vor strittig.

Cannavaro kehrt zurück

Italiens Weltmeister-Kapitän Fabio Cannavaro kehrt unterdessen wie erwartet vom spanischen Rekordmeister zu Juventus zurück.

Der 35 Jahre alte Innenverteidiger erhält einen Einjahresvertrag. Der Vertrag von Cannavaro in Madrid läuft am 30. Juni aus.

Der Weltmeister hatte Juve 2006 nach dem Zwangsabstieg wegen des Manipulationsskandals in Richtung Spanien verlassen.

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