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Leonardo beendete seine aktive Karriere 2003 beim AC Mailand © getty

Trainer-Novize Leonardo will die Tradition in Mailand fortführen. Den "Rossoneri" steht aber eine finanzielle Revolution ins Haus.

Mailand - Beim AC Mailand beginnt mit der Verpflichtung des erst 39-jährigen Trainers Leonardo eine neue Ära.

Der Brasilianer will bei den Mailändern für frischen Wind sorgen, nachdem Klub-Präsident und Medien-Mogul Silvio Berlusconi den zum englischen Pokalsieger FC Chelsea wechselnden Coach Carlo Ancelotti für den verpassten Titelgewinn verantwortlich gemacht hatte. (DATENCENTER: Serie A)

Leonardo, zwischen 1997 und 2001 selbst Profi beim AC Mailand, plant als neuer Trainer vor allem einen Neuaufbau.

"Muss meinen eigenen Stil finden"

"Wir müssen nach fantastischen Jahren neu starten. Wir brauchen neue Energie. Ich liebe die brasilianische Nationalmannschaft des Jahres 1982, ich liebe Tele Santana, auch wenn ich natürlich weiß, dass dieser Stil der Vergangenheit angehört und man sich an die heutige Situation anpassen muss. Ich muss als Coach meinen eigenen Stil finden", sagte Leonardo im Gespräch mit italienischen Medien.

Leonardo Nascimiento de Arujo ist seit Jahren ein wichtiges Mitglied der Milan-Familie. Seit dem Ende seiner Karriere im Jahr 2003 war er bei den "Rossoneri" als Manager tätig.

Neue Köpfe - alte Philosophie

"Enthusiasmus, harte Arbeit und Demut sind die Qualitäten, die ich im engen Kontakt mit den hochrangigsten Milan-Managern gelernt habe. Jetzt muss ich aber ein Coach werden. Ich muss meine Rolle ändern. Ich glaube, dass ich die richtige Person bin, um die Mannschaft zu erneuern, ohne unsere Tradition zu verleugnen", sagte Leonardo, der auf den Spuren seines Vorgängers Ancelotti wandeln will.

"Die Personen wechseln, doch die Klubphilosophie bleibt die alte. Mit Ancelotti habe ich eine phantastische Beziehung. Und auch Berlusconi hat mir sein volles Vertrauen ausgesprochen", sagte Leonardo.

Milan vor einer finanziellen Revolution

Seine Erfahrung als Manager wird ihm helfen, in Mailand eine finanzielle Revolution in die Wege zu leiten.

Der Klub will in der nächsten Saison die Ausgaben für die Spieler um rund 30 Prozent reduzieren und seine jährlichen Gehaltskosten von 160 auf 120 Millionen abbauen.

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