vergrößernverkleinern
Sein Geld wert: Alberto Gilardino ging für 14 Millionen Euro vom AC Milan zu Florenz © getty

Florenz hat vor der Saison viel Geld in die Hand genommen. Die Investition in Stürmer Alberto Gilardino trägt schon Früchte.

Von Mathias Frohnapfel

München - Ein wenig furchtsam hatten die Florentiner vorm Match gegen Juventus Turin von der "Partie der großen Abwesenden" gesprochen. Denn unter anderem fehlten Star-Angreifer Adrian Mutu und Mittelfeldmann Riccardo Montolivo.

Doch das 1:1 gegen Italiens Rekordmeister gibt Florenz einen Kraftschub. Alberto Gilardino sei dank.

Der Neueinkauf vom AC Mailand (Ablöse: rund 14 Millionen Euro) zeigte, wie wertvoll er für die Toskaner bereits jetzt ist. Und auch für die Champions-League-Gruppenphase meldet der Gegner des FC Bayern München neue Ansprüche an.

51,1 Millionen für neue Spieler

51,1 Millionen Euro hat der AC Florenz vor Saisonstart ausgegeben. Insgesamt investierten die 20 Serie A-Klubs 444,7 Millionen Euro.

Laut der Tageszeitung "Repubblica" waren neben Florenz auch Meister Inter Mailand mit 72,1 Millionen Euro Transferausgaben und Inters Lokalrivale AC Mailand mit 54 Millionen Euro sehr emsig.

Trainer verleiht Gilardino Selbstvertrauen

Doch Geld allein schießt bekanntlich keine Tore. Auch der Kopf muss mitspielen. Und selbst große Jungs brauchen auf Reisen manchmal ihren Teddybären.

Für Gilardino ist das gewissermaßen Cesare Prandelli. Der Trainer der Fiorentina gibt ihm wie zuvor in Parma Selbstvertrauen, die zuletzt verdrießlichen Tage bei Milan sind vergessen.

Der 26-Jährige trifft wieder. Zuletzt in der Champions-League-Qualifikation gegen Slavia Prag, jetzt gegen Juve. In der 89. Minute veredelte er ein Anspiel des Dänen Per Billeskov Kröldrup.

Mehr Perspektive als Luca Toni

Beobachter sehen "Gila" auch als den entscheidenden Angreifer in Italiens Nationalelf. Er ist fünf Jahre jünger als Luca Toni, hat somit Perspektive. Die Qualität von Italiens Fußballer des Jahres 2005 stimmt ohnehin.

Der Angreifer genießt die Nestwärme in Florenz. "Ich fühle mich hier sehr gut, körperlich und auch psychisch", sagt er. "Vor allem spüre ich ein großes Vertrauen von allen Seiten. Und das ist grundlegend für mich."

Coach Prandelli bewertet das Remis gegen Juve gar wie einen Sieg. "Wir wollen auf diesem Weg weitergehen und eine große Mannschaft werden", kündigt er an.

Dass Gilardino in Florenz scheitern könnten, daran glaubte Prandelli zu keinem Zeitpunkt. "Ich habe nie Zweifel gehabt. Er hat ein außergewöhnliches Tor gemacht und extrem viel gearbeitet."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel