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Diego vor einem Plakat aus glorreichen Zeiten der "alten Dame" © imago

Der Ex-Bremer hat bei Juve ganz Großes vor und träumt zudem vom WM-Titel. Regisseur-Kollege Del Piero huldigt er als Genie.

Von Christian Paschwitz

München - Sein "Wunschtrikot" mit der Nummer Trikot 28 hat Diego bereits bekommen (zum Artikel: 2+8: Diego errechnet sich seine Nummer).

Nun gibt der Ex-Bremer und neue Hoffnungsträger von Juventus Turin einen selbstbewussten Einblick, worauf er es wirklich abgesehen hat.

"Ich bin hiergekommen, um mit Juve die Champions League zu gewinnen und mit Brasilien Weltmeister zu werden", ließ der Spielmacher via "Gazzetta dello Sport" die Fans wissen.

Forsche Töne, die beim letztjährigen italienischen Tabellenzweiten die Messlatte schon vor dem Saisonstart ungemein hoch legen.

Diego ist aber überzeugt: "Für mich war es immer ein Traum, in der Serie A zu spielen - und ich habe dafür den richtigen Moment abgewartet."

Auf Schmusekurs mit Del Piero

Dass er das große Ziel vom Gewinn der Königsklasse nur erreichen kann in einem harmonisch daherkommenden Kollektiv voller Individualisten, ist ihm klar.

Und auch deshalb geht Diego schon jetzt auf Schmusekurs mit seinem größten internen Konkurrenten.

"Ich und Del Piero werden nie ein Problem sein, sondern die Lösung. Er ist ein Genie - und mit Genies ist es leicht zu spielen", bemüht Diego eine pathetische Metapher.

Indes: Der 24-Jährige selbst hat im Vergleich mit Turins Klub-Ikone gleich schon mal das erste kleine Achtungszeichen gesetzt:

Erstes Tor nach einer Stunde

Im Trainingslager im Trentino dauerte es etwa eine Stunde, bis Diego sein erstes Tor im Juve-Trikot verbuchen konnte.

Trainer Ciro Ferrara dürfte es mit Wohlwollen registiert haben.

Und Juve-Geschäftsführer Jean-Claude Blanc hatte schon zuvor kommentiert: "Mit zwei Nummern 10 auf dem Feld werden wir viel Spaß haben."

Während die italienischen Gazetten ob der komfortablen Situation zweier Spielmacher ebenso den Optimismus schüren, in der kommenden Saison in der Champions League zu altem Glanz emporzusteigen, wird öffentlich zudem die Systemfrage diskutiert.

Nur noch Systemfrage offen

Doch ob Raute oder 4-2-3-1-System: In beiden Formationen käme Diego im zentralen Mittelfeld zum Einsatz, könnte so ganz seine Kreativität und Dribbelstärke ausspielen.

Felipe Massa hat zu seinem brasilianischen Landsmann auch eine Meinung: "Diego ist ein großer Champion. Er ist jung und will noch besser werden, als er eh schon ist", sagte der Ferrari-Pilot.

Und weiter: "Ich denke, er ist der richtige Einkauf für Juve." 114788(DIASHOW: Die internationale Wechselbörse)

Vorschusslorbeer auch von Massa

Doch auch bei Fußball-Fan Massa schwingt gewisser Wehmut mit.

Wohl nicht nur, weil der letzte der beiden Champions-League-Triumphe der "alten Dame" aus dem Jahr 1996 datiert.

Besonders bitter ist dabei die Pleite aus dem Mai 2003 im rein italienischen Duell mit dem AC Mailand im Elfmeterschießen.

Massa wünscht sich vielmehr, das Diego die "Selecao" im nächsten Jahr wieder zum weltbesten Team macht.

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