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David Trezeguet verschoss im WM-Finale 2006 gegen Italien den entscheidenen Elfmeter © getty

Der Juve-Stürmer droht erneut lang auszufallen. Inters Balotelli wird rassistisch beleidigt - und muss nun zahlen.

Zusammengefasst von Guido Huber

München - Starstürmer David Trezeguet von Juventus Turin wird mindestens 40 Tage wegen einer Knöchelverletzung ausfallen.

Trezeguet hatte sich die Blessur am rechten Knöchel im Spiel gegen den FC Parma (2:1) zugezogen.

Wie lang der Franzose genau ausfällt, ist unklar: 2008 hatte sich Trezeguet bereits einer Operation an beiden Knieen unterziehen und vier Monate pausieren müssen. Für die "Alte Dame" geht der Welt- und Europameister seit 2000 auf Torejagd, zuvor spielte Trezeguet beim AS Monaco.

Sport1.de fasst weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammen:

Rassistisch beleidigt, aber Balotelli muss blechen

Der schon mehrfach von gegnerischen Fans rassistisch beleidigte italienische U 21-Nationalspieler Mario Balotelli ist von der Liga zu einer Geldstrafe von 7000 Euro verurteilt worden.

Der 19-jährige von Inter Mailand hatte nach dem 1:0 bei Chievo Verona, bei dem der dunkelhäutige Stürmer erneut Opfer von rassistischen Schmähgesängen geworden war, erklärt, er sei von den Fans Veronas "angewidert".

Balotelli erklärte jetzt auf seiner Homepage: "Ich entschuldige mich nicht bei den Fans, die mich beleidigt haben, sondern ich entschuldige mich beim Teil des Publikums, das damit nichts zu tun hatte."

Er habe sich nach dem Spiel "schlecht ausgedrückt", sagte Balotteli und erklärte weiter:

"Ich bin es müde, rassistische Buhrufe zu höen, auch wenn ich mich auf dem Feld gut verhalte. Das passiert nicht nur mir. Gegen Chievo habe ich mich für unsere Fans geschämt, die Chievos Luciano ausgebuht haben."

Chievo wurde für die Ausrufe seiner Fans nicht belangt.

Strafen für Inter und Rom

Inter Mailand und der AS Rom dagegen sind von der Liga zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt worden.

Auch ihre Anhänger hatten farbige Spieler anderer Teams mit rassistischen Sprechchören beleidigt, so geschehen bei den Spielen zwischen Chievo Verona und Inter sowie US Cagliari und AS Rom.

15.000 Euro muss Cagliari zahlen, nachdem einige Fans fünf Knallkörper explodieren ließen.

Ein Knallkörper war unweit des Roma-Spielers David Pizarro explodiert und hatte ihn leicht verletzt.

Streik wegen Fußball-Boss

Unter der weltweiten Wirtschaftskrise haben auch die Menschen in Italien zu leiden - die Fußball-Leidenschaft eines Unternehmers in Zeiten der Dürre hat nun dessen Angestellte auf die Barrikaden getrieben.

Der Präsident des AC Mantua ist unter Beschuss geraten, weil er einerseits den Profis die ausstehenden Gehälter zahlte, andererseits den Mitarbeitern in seinem Plastik-Produktionswerk das Weihnachtsgeld strich.

Aus diesem Grund sind 500 Mitarbeiter von Fabrizio Lori laut "Corriere della Sera" in den Streik getreten.

"Lori zahlt die Spielergehälter, weil er Punktabzüge seitens des Fußballverbands befürchtet, zahlt aber nicht seine Arbeitnehmer", hieß es in Stellungnahmen der Gewerkschaften.

Ermittlungen gegen AC Turin

Nicht einmal sieben Wochen nach Bekanntwerden über massive Wett-Manipulationen bei zahlreichen Spielen im italienischen Fußball ist ein weiterer Fall in den Fokus geraten.

Der Verband FGCI vermutet Absprachen beim am 28. November 2009 ausgetragenen Serie-B-Match zwischen dem AC Turin und dem FC Crotone (1:2).

Nach dieser Niederlage war Turins Coach Stefano Colantuono gefeuert worden. Der FGCI vermutet Manipulationen, weil auf eine Niederlage Turinos ungewöhlich hohe Einsätze gemacht worden sind, berichtete "Tuttosport".

Jüngst hatten Gerüchte über eine Verwicklung des FC Crotone in den Wettskandal in Süditalien kursiert, der zur Verhaftung des Präsidenten des Potenza Calcio, Giuseppe Postiglioni, sowie von acht weiteren Managern des Vereins und Mitgliedern krimineller Organisationen geführt hatte.

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