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Vicenzo Iaquinta wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 11,3 Millionen zu Juventus © getty

Im Verfolgerduell gegen Milan braucht Juves Trainer einen Sieg. Brazzo Salihamidzic und ein Österreicher sollen dabei helfen.

Von Mathias Frohnapfel

München - Natürlich ist die Partie zwischen Juventus und Milan (So., ab 20.45 Uhr LIVESCORES) zu allererst ein Verfolgerduell. Wer siegt, ist der erste Jäger von Inter im Meisterrennen.

Doch nebenbei dürften von dem prestigeträchtigen Spiel noch einige andere Dinge abhängen: Etwa ob Juves Trainer Ciro Ferrara auf längere Sicht Chancen hat, seinen Job zu retten. (DATENCENTER: Serie A)

Für Milan geht es darum, einen Grundstein für die Aufholjagd gegen den Stadtrivalen zu legen. Immerhin hat die Truppe von Trainer Leonardo ein Spiel weniger absolviert als Inter, das bereits vorzeitig als Wintermeister feststeht.

Derweil scheint Juve den katastrophalen Dezember abgeschüttelt zu haben, als es nach dem Aus in der Champions League gegen Bayern weitere Niederlage in der Serie A hagelte.

Iaquinta will bleiben

Das erste Spiel im neuen Jahr gewannen die Bianconeri gegen den AC Parma mit 2:1. Ein Konkurrent um die Champions-League-Plätze ist somit in die Schranken gewiesen.

Und nach dem Erfolg bekam Ciro Ferrara Sätze zu hören, die ihm weiter Mut machen dürften. "Mich interessiert nur Juventus, hier geht es mir sehr gut und ich habe nicht vor zu gehen", sagte Stürmer Vincenzo Iaquinta.

Der Juve-Angreifer stand unter anderem bei Chelsea hoch in der Gunst, doch er widerstand der Verführung. "Ich fühle mich geschmeichelt", meinte Iaquinta und ergänzte: "Ich glaube an die Gruppe und den Klub. Wir haben noch alle Möglichkeiten."

Allerdings kommt ein Einsatz für den angeschlagenen Stürmer am Sonntag wohl noch zu früh. David Trezeguet fällt auf jeden Fall aus, für ihn dürfte Kapitän Alessandro del Piero auflaufen.

Taktikwechsel freut Salihamidzic

Dass Trainer Ferrara jüngst zum 4-4-2 zurückkehrte, freute besonders Hasan Salihamidzic.

Der Ex-Bayern-Spieler kommentierte, dass "wir uns so besser gegenseitig aushelfen" können. Beim Sieg über Parma zeigte der Bosnier, dass ihm selbst dieses System am besten liegt - und das nicht nur mit seinem Treffer zur Führung nach drei Minuten.

Manninger ersetzt Buffon

Im Juve-Tor wird der Österreicher Alexander Manninger stehen, da Gianluigi Buffon nach einer Meniskus-OP noch pausieren muss.

"Buffon zu ersetzen, ist meine Arbeit. Ich bin froh, dass ich bei Juve meinen Beitrag leisten kann, wenn Buffon nicht spielen kann. Im vorigen Jahr habe ich auch schon einige Matchs bestritten", sagte der Österreicher jetzt "Juve Channel".

Und er fügte kämpferisch hinzu: "Es ist aber nicht mein Plan, bei Juve nur Zuschauer zu sein. Diese Saison habe ich länger auf meinen Einsatz warten müssen. Jetzt freut es mich, spielen zu können."

Beckham im Fokus

Auf Milans Seite werden die Augen wieder auf David Beckham gerichtet sein, der beim 5:2-Sieg über Genua gleich von Anfang an zum Einsatz kam.

Als "motivierter denn je", bewertete die Turiner Sportzeitung "Tuttosport" das Engagement von Beckham, der seit Januar zurück bei den Mailändern ist.

Das Ziel des Engländers: Mit guten Leistungen auf jeden Fall noch mit zur WM nach Südafrika zu fahren. Es wäre die vierte Weltmeisterschaft für den 34-Jährigen.

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