vergrößernverkleinern
Ciro Ferrara bestritt als Innenverteidiger 253 Spiele für Juventus © getty

Juventus hat dem Trainer trotz der anhaltenden Krise das Vertrauen ausgesprochen. Auch die Spieler stehen zu Ferrara.

Turin - Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat Trainer Ciro Ferrara trotz der immer schlimmer werden Krise das Vertrauen ausgesprochen.

"Wir machen mit Ferrara weiter, er ist nicht das Problem dieser Mannschaft", sagte der Vize-Generaldirektor des Vereins, Roberto Bettega nach einer dreistündigen Besprechung mit dem Coach am Montagabend.

Der 42-jährige Ferrara verließ das Juve-Hauptquartier am Ende des Treffens mit Bettega lächelnd und mit gehobenem Daumen als Zeichen der Zufriedenheit über die vorerst abgewendete Entlassung.

Schon seit Wochen spekulieren die italienischen Medien über den Rauswurf Ferraras.

Fünf der letzten sieben Spiele verloren

Ferrara ist arg unter Druck geraten, nachdem die "Alte Dame" fünf der letzten sieben Spiele verloren hat. Manche Medien schreiben von der schlimmste Krise des Vereins der letzten 20 Jahre.

Solidarisch mit dem Coach erklärten sich auch die Juve-Spieler.

"Wir stehen alle hinter dem Trainer. Wir sitzen alle in einem Boot. Wir alle sind für die schlechten Resultate verantwortlich", sagte Verteidiger Giorgio Chiellini und versicherte: (DATENCENTER: Serie A)

"Wir haben den festen Willen, weiterzumachen und hoffen, dass Ferrara bis zum Ende bleibt."

Schwere Gegner vor der Brust

Den auf Rang fünf der Serie abgerutschten Turinern stehen schwierige Tage bevor. Am Samstag empfängt Juve in der Serie A den wiedererstarkten AS Rom mit dem zuletzt zweimal erfolgreichen Luca Toni zu Gast.

Es folgen das Pokal-Viertelfinale gegen den Serienmeister und erneuten Tabellenführer Inter Mailand.

"Uns stehen sieben entscheidende Tage bevor, die für uns den Neubeginn bedeuten könnten. Leider sind wir aus dem Kampf um die Meisterschaft schon ausgeschieden", sagte Chiellini.

Fans fordern Rücktritt des Präsidenten

"Die Ursachen dieser Krise sind schwer zu ergründen. Wir müssen sie aber schnell finden, wir haben schon zu viel Zeit verloren", kommentierte Kapitän Alessandro Del Piero.

Die Spieler und das Management bekommen auch den zunehmenden Unmut der Juve-Tifosi zu spüren. Die Fans forderten auf Spruchbändern vor dem Hauptquartier des Vereins den Rücktritt von Präsident Jean Claude Blanc.

Dem Klub-Boss wird eine schlechte Personalpolitik vorgeworfen. Die Neuzugänge wie Diego von Werder Bremen oder Felipe Melo, der für 25 Millionen Euro vom AC Florenz gekommen war, blieben bislang hinter den Erwartungen zurück.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel