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Ciro Ferrara unterstützte Marcello Lippi als Assistenztrainer beim WM-Triumph 2006 © getty

Juve scheitert im Pokal an Inter Mailand. Danach schicken die Turiner Ferrara in die Wüste. Ein Nachfolger steht schon fest.

Turin - Juventus Turin hat auf die Krise reagiert und Trainer Ciro Ferrara durch Alberto Zaccheroni ersetzt, teilte der Klub am Freitag mit.

Auslöser war das Aus von Juve im Pokal-Viertelfinale am späten Donnerstagabend durch das 1:2 bei Meister und Tabellenführer Inter Mailand.

Zaccheroni wird schon am Sonntag im Punktspiel gegen Lazio Rom auf der Juve-Bank Platz nehmen. Der frühere Coach des AC Mailand wird die "alte Dame" zunächst bis zum Saisonende betreuen.

Wunschkandidat für die kommende Spielzeit ist Rafael Benitez vom englischen Rekordtitelträger FC Liverpool. Auch Russlands Nationalcoach Guus Hiddink und Irlands Nationaltrainer Giovanni Trapattoni, der schon früher bei Juve tätig war, werden in Turin als Kandidaten gehandelt.

Tiefste Krise seit 30 Jahren

"Wir haben unsere Ziele verfehlt, wir sind verbittert", hatte Juve-Präsident Jean-Claude Blanc nach dem Pokal-Aus erklärt.

Auf einen Trainerwechsel hatte auch John Elkann, Vizepräsident des Automobil-Unternehmens und Juve-Mehrheitsaktionärs Fiat, gedrängt.

Ferrara war seit Mai 2009 Cheftrainer in Turin. Zuletzt war Juve unter der Führung des 42-Jährigen immer mehr abgestürzt.

Die italienischen Medien sprechen von der tiefsten Juve-Krise in den vergangenen 30 Jahren. Nach neun Pleiten aus den letzten zwölf Spielen hat Turin in der Serie A als Sechster 16 Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Inter.

Balotelli schießt den Siegtreffer

In der Champions League scheiterte Juve in der Vorrunde unter anderem an Bayern München.

Gegen Inter hatte der ehemalige Bremer Bundesliga-Profi Diego Juve nach zehn Minuten in Führung gebracht.

Doch Diegos brasilianischer Landsmann Lucio, der vor der Saison von München nach Mailand gewechselt war, gelang der Ausgleich (72.), ehe ausgerechnet Mario Balotelli kurz vor dem Abpfiff der Siegtreffer für Inter gelang.

Juve-Fans waren vom Spiel ausgeschlossen worden, nachdem sie in den letzten Wochen wiederholt mit rassistischen Chören gegen den dunkelhäutigen Inter-Stürmer Balotelli negativ aufgefallen waren.

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