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Benitez gewann mit Liverpool 2005 die Champions League gegen den AC Mailand © getty

Der Spanier will seinen Vertrag in Liverpool erfüllen. Die Reds senden einen Warnbrief an Juve, die mit neuem Coach nur Remis spielt.

Liverpool/Turin - Teammanager Rafael Benitez vom FC Liverpool hat die Spekulationen über einen Wechsel zu Juventus Turin zur neuen Saison beendet.

"Ich möchte absolut deutlich machen, dass ich keinen Kontakt zu Juventus habe und mich mit keinem Vertreter dieses oder eines anderen Klubs unterhalten werde", erklärte der Spanier auf der Homepage der Reds.

Benitez steht beim englischen Rekordmeister noch bis 2014 unter Vertrag.

Liverpooler "Warnungsbrief" an Juve

Das angebliche Werben der Turiner um Benitez hatte zuletzt auch die Beziehungen zwischen beiden Klubs belastet.

"Sollte Juventus wirklich ohne unsere Genehmigung Benitez kontaktiert haben, wäre das ein Verstoß gegen die internationalen Regeln", sagte ein Liverpool-Sprecher der "Gazzetta dello Sport".

"Als Verein haben wir daher beschlossen, Juventus einen freundschaftlichen Warnungsbrief zu senden. Wir werden uns an die UEFA wenden, sollten die Gespräche fortgesetzt werden."

Nur Remis bei Zaccheroni-Einstand

Auch intern hatten die Gerüchte bei Juventus für Aufregung gesorgt, weil in Alberto Zaccheroni erst in der vergangenen Woche ein Nachfolger für den erfolglosen Ciro Ferrara präsentiert worden war.

"Ich hoffe, dass ich so erfolgreich sein werde, dass mir mein Nachfolger eine Pizza ausgeben muss", meinte der Coach, der 1999 mit dem AC Mailand den "Scudetto" gewann.

Mit Juventus musste sich Zaccheroni am Sonntagabend bei seinem Einstand mit einem 1:1 gegen Lazio Rom zufriedengeben.

Abgeschlagen auf Platz fünf

"Das reicht einfach nicht", sagte der Ex-Bremer Diego nach der mäßigen Vorstellung des italienischen Rekordchampions.

Mit 34 Punkten liegt Juventus abgeschlagen hinter Tabellenführer Inter Mailand (49) und Verfolger AC Mailand (41) auf dem fünften Platz. (DATENCENTER: Serie A)

"Hier muss ein Psychoanalytiker her!"

"Die Spieler waren zu gespannt, die Enttäuschung über das Remis war am Ende groß. Ich habe Wut in ihren Augen gesehen, das ist ein positives Signal, auf dem ich jetzt aufbauen kann", sagte Zaccheroni.

"Zwei Tage nach seiner Ankunft in Turin hat der neue Coach an den Leistungen der Mannschaft keine Schuld.

Wenigstens scheint Juve vitaler geworden zu sein", schrieb die "Gazzetta dello Sport", warnte aber auch: "Zac - das wird hart."

"Tuttosport" aus Turin forderte: "Hier muss ein Psychoanalytiker her!"

Wer den Turinern auch helfen soll - Rafa Benitez wird es wohl nicht sein.

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