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Jose Mourinho ist seit 2008 Trainer bei Inter Mailand © getty

Nach den neuesten Provokationen vom Inter-Coach brodelt es in der Serie A. Der Schiedsrichterverband in Italien droht mit Klage.

Rom - Die Provokation von Inter Mailands Trainer Jose Mourinho gegen den Schiedsrichter beim Meisterschaftsspiel gegen Sampdoria Genua (0:0) am Samstag könnte den Portugiesen teuer zu stehen kommen.

Der italienische Schiedsrichterverband AIA drohte damit, Spiele mit der Beteiligung von Mourinho nicht mehr zu pfeifen und forderte für den Inter-Coach zudem eine drastische Strafe.

Mourinho hatte am Samstag Referee Paolo Tagliavento nach dem Platzverweis gegen zwei Inter-Spieler mit einer Geste provoziert, bei der er seine Hände wie in Handschellen gefesselt vor sich hielt.

Sperre droht

Mourinho machte damit deutlich, dass der Referee am besten in Handschellen aus dem Stadion geführt werden müsse.

Wegen dieser Geste droht ihm nun eine Sperre, zumal er sich auch noch einige verbale Aussetzer leistete.(DATENCENTER: Serie A)

Der Schiedsrichterverband fordert nicht nur wegen dieser Aktion mehr Respekt für seine Zunft.

"Wir tun nur unsere Pflicht"

Attacken von Trainern und Klubpräsidenten gegen die Unparteiischen seien inakzeptabel, sagte ein AIA-Sprecher.

Zuletzt hatten sich Lazio-Boss Claudio Lotito und der neuen Besitzer von AC Siena, Massimo Mezzaroma, negativ über die Referees geäußert.

Der Verband droht jetzt mit einer Klage bei Italiens Olympischem Verband CONI. "Das was geschieht, ist einfach ein Wahnsinn. Dabei tun wir nur unsere Pflicht", sagte Schiedsrichter Marcello Nicchi."

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