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Luca Toni wurde erst in der 67. Minute eingewechselt © getty

Die Roma gibt nach der 1:2-Niederlage gegen Sampdoria Genua die Tabellenführung wieder ab. Der Verbleib von Toni bleibt offen.

Rom - Schwerer Dämpfer für den AS Rom im Titelkampf der italienischen Serie A.

Die Römer kassierten gegen Sampdoria Genua am Sonntag eine 1:2-Heimniederlage und liegen nun drei Runden vor Schluss zwei Punkte hinter Titelverteidiger Inter Mailand, der bereits am Samstag Atalanta Bergamo mit 3:1 bezwungen hatte (DATENCENTER: Serie A).

AS-Galionsfigur Francesco Totti hatte die Gastgeber in der 12. Minute in Führung gebracht.

Giampaolo Pazzini sorgte mit seinen Treffern in der 52. und 85. Minute allerdings für den überraschenden Sieg des Tabellenvierten.

Die Roma kassierte die erste Liga-Schlappe nach 25 Begegnungen ohne Niederlage.

Die Enttäuschung für die römischen "Gladiatoren" hätte nicht größer sein können.

Der französische Abwehrspieler Philippe Mexes brach vor den verstummten AS-Rom-Fans im Olympiastadion in Tränen aus.

Kritik am Schiedsrichter

Klubchefin Rosella Sensi sprach derweil von Schiedsrichterfehlern, die zur Niederlage geführt hätten. Der Unparteiische habe der Mannschaft zwei Elfmeter verweigert.

"Die Mannschaft war engagiert wie immer, der Schiedsrichter war jedoch nicht auf dem Niveau dieses Spiels", sagte die 39 Jahre alte Präsidentin kritisch.

Toni auf der Bank

"Jetzt hängt alles von Inter ab. Wir können nur versuchen, bis zur letzten Sekunde diese Meisterschaft gut zu spielen", meinte Coach Claudio Ranieri.

"AS Rom bricht seine Erfolgsserie ab und vernichtet seine Siegesträume", schrieb die Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Montag.

Bei der Roma saß der von Bayern München ausgeliehene Stürmerstar Luca Toni zunächst auf der Bank, er wurde in der 67. Minute eingewechselt, konnte aber nichts mehr bewirken.

"Ich glaube nicht, dass Lazio Inter stoppen wird"

"Unser Traum schwindet, jetzt hängt es leider nicht mehr nur von uns ab, ob wir die Meisterschaft erringen werden", sagte ein enttäuschter Toni.

Der römische Traditionsklub ist ausgerechnet auf Schützenhilfe vom Erzrivalen Lazio Rom gegen Titelverteidiger Inter angewiesen.

"Ich glaube aber nicht, dass Lazio Inter stoppen wird", sagte Toni und gibt sich keinen Illusionen hin.

Tonis Zukunft offen

Die Niederlage gegen Sampdoria Genua wirft auch einen dunklen Schatten auf die Zukunftsaussichten des Stürmers.

Toni und der Starstürmer Francesco Totti sind bisher zusammen hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der Verein könnte daher den Entschluss treffen, auf den Bayern-Spieler am Ende der Saison zu verzichten.

Wohl keine Rückkehr nach München

"Mit Totti haben ich wegen diverser Verletzungen wenig zusammengespielt und wenn wir es getan haben, waren wir nicht in bester Form", konstatierte sogar Toni selbst.

An eine Rückkehr nach München glaubt der Weltmeister von 2006 eher nicht. "Ich habe eine gute Beziehung zum Verein, doch wenn Van Gaal bleibt, ist es schwierig, dass ich bleibe", sagte er.

Er denke vor allem an die letzten drei Spiele mit dem AS Rom, sagte Toni und kündigte Verhandlungen mit den Bayern an: "Wir werden uns an einen Tisch setzen und das Beste für uns alle entscheiden. Bayern hat mir sehr geholfen, um nach Rom zu kommen, dafür bin ich dem Verein sehr dankbar."

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